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Regierungs-Digi-Plan kann von AK Expertise nur profitieren

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Wien (OTS) – Die Regierung hat am Mittwoch ihren Plan zur Hebung der digitalen Kompetenz präsentiert. Bis Sommer kommenden Jahres soll eine gemeinsame Strategie mit den Ländern stehen – davor will man mit Stakeholdern in Gespräche treten.

„Die Arbeiterkammern haben bereits 2019 eine Digitalisierungsoffensive gestartet“, sagt AK Direktorin Silvia Hruška-Frank. Unter anderem werden Projekte gefördert, die die Digitalisierung aus Perspektive der Arbeitnehmer:innen beleuchten und sie in ihrem Sinne gestalten. „Von der AK Expertise in diesem Bereich kann die Regierung nur profitieren.“

Der AK Wien Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 ist Teil des AK Zukunftsprogramm 2019 – 2023. Insgesamt 150 Millionen Euro investiert die Arbeiterkammer im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive zur Förderung von Projekten und für Qualifizierung von Arbeitnehmer:innen. Daneben umfasst das Zukunftsprogramm auch zahlreiche andere neue Angebote, vor allem in den Bereichen Pflege, Bildung und Wohnen.

Digitale Kompetenzen sind für gesellschaftliche Teilhabe längst eine Grundvoraussetzung. Gleichzeitig werden viele, die auf der falschen Seite des „Digital Gap“, also der digitalen Kluft stehen, von den Vorteilen der Digitalisierung ausgeschlossen. Fehlende Hardware ist dafür genauso ein Grund wie die ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit. Aufgrund von Sorgeverpflichtungen und fehlenden Kinder-Betreuungsangeboten wird gerade Frauen oft der Zugang zu Angeboten zum Erwerb digitaler Kompetenzen erschwert.

Ältere (65+), Menschen mit niedriger formaler Bildung sowie Haushalte mit geringem Einkommen sind ebenfalls besonders oft von digitaler Exklusion betroffen. Kompetenzen erwirbt man nicht im luftleeren Raum. Wer „Digital Skills“ fördern will, muss also auch die Rahmenbedingungen für ihren Erwerb mitdenken und Räume schaffen, die allen Teilnahme an Förderprogrammen ermöglichen.

Im Jänner 2023, nach Abschluss der 6. Förderrunde des Digifonds, wird die AK Wien bereits 150 Projekte unterstützen, die einen breiten Fächer an Themen bedienen:

Einen großen Schwerpunkt stellen Projekte zu Gerechtigkeit und Anti-Diskriminierung dar. In seinem Projekt „Gläserne Belegschaft“ deckt Wolfie Christl Überwachung und Kontrolle in der digitalen Welt auf, während das Projekt „DEBIAS“ des Centre for Informatics and Society an der TU Wien mit einem digitalen Tool für mehr Gerechtigkeit bei Bewertungsprozessen sorgt. Projekte, die Beratung und Kompetenzerwerb vereinen und sich digitaler Inklusion aus der Perspektive migrantischer Frauen widmen, stammen von LEFÖ, Integrationshaus und dem Frauentreff Piramidops.

Ein weiteres Cluster ergibt sich rund um Ermächtigung und Organisation. Melisa Erkurt vervielfältigt mit ihrem Projekt „die_chefredaktion education“ marginalisierte Stimmen und setzt sich für inklusiven Journalismus für junge Menschen ein. Beim „Riders Collective Space“ des ÖGB hingegen formiert sich eine zukunftsträchtige gewerkschaftliche Vertretung für Beschäftigte der Plattformwirtschaft. Laura Wiesböck erforscht mit „Gig Clean“ die Arbeitsbedingungen der über Plattformen vermittelten Reinigungskräfte und schafft dadurch eine belastbare Datenbasis für gewerkschaftliche Strategiebildung.

Im Bereich Jugend und Bildung tragen die Projekte des Vereins Future Learning und des Technischen Museum Wien tragen dazu bei, die Scheu vor Technik abzulegen. Digitalisierung kommt direkt zum Ausprobieren an die Schulen und wird über Workshops mit 3D-Druckern und Laser-Cuttern angreifbar. Bei einem Projekt von Siemens Professional Education können Lehrlinge in einem geschützten Rahmen Kompetenzen im Bereich fahrerloser Transportsysteme entwickeln. Mittels VR-Brillen macht ein Projekt der Gewerkschaft Bau Holz weniger bekannte Lehrberufe virtuell erfahrbar.

Übersicht über geförderte Projekte unter:
https://www.ots.at/redirect/arbeiterkammer8

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