NEOS zu Mahrer: Unternehmen entlasten statt sie weiter von der „Droge Staat“ abhängig zu machen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

NEOS zu Mahrer: Unternehmen entlasten statt sie weiter von der „Droge Staat“ abhängig zu machen

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„Wasser predigen und Wein trinken ist offenbar die Devise des Wirtschaftskammerpräsidenten“, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Gerald Loacker zum Interview von Harald Mahrer im heutigen KURIER. „Auf der einen Seite die ,Droge Staat‘, die abhängig von Förderungen und Gutscheinen macht, zu kritisieren und auf der anderen Seite weitere Unterstützungen seitens genau dieses Staates einzufordern, ist doch einigermaßen paradox. Eine Antwort auf die Frage, wie er Unternehmen in der Krise helfen will, bleibt Mahrer schuldig. Anstatt sich in widersprüchlichen Positionen zu verstricken, sollte der Wirtschaftskammerpräsident daran arbeiten, dass Unternehmen wirklich gestärkt aus der Krise kommen.“  

Lohnnebenkosten senken, Rücklagen auflösen 

Natürlich sei es kein nachhaltiger Weg, Menschen und Unternehmen wieder und wieder einfach mit Steuergeld zu bewerfen, in der Hoffnung, der ein oder andere Geldschein würde offene Wunden verdecken. Loacker: „Aber Mahrer soll ja angeblich ganz gute Kontakte in die ÖVP haben. Soll er die doch endlich nutzen, um sich beim Wirtschafts- und Finanzminister für strukturelle Maßnahmen, etwa die Senkung der Lohnnebenkosten, starkzumachen. Unternehmen brauchen diese Entlastung, um die höheren Energiepreise stemmen und trotzdem höhere Löhne zahlen zu können. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen endlich mehr Netto vom Brutto. Würde die Regierung den Faktor Arbeit nicht dermaßen stark belasten, wäre beides möglich. Das würde eine nachhaltige Entlastung bringen, ohne von der ,Droge Staat‘ abhängig zu sein.“

Zudem sei es Mahrers Wirtschaftskammer, die auf einem milliardenschweren Berg an Rücklagen sitzt, erinnert Loacker: „Rücklagen, angehäuft durch Zwangsbeiträge, die Mahrer genau in einer solchen Krise auflösen sollte, um den Mitgliedern unter die Arme zu greifen und ihre Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Wann, wenn nicht jetzt, möchte die Kammer einmal auch einen echten Beitrag zur Krisenbewältigung leisten statt nur große Reden zu schwingen? Wann, wenn nicht jetzt, sollte die Kammer ernsthaft überlegen, die Unternehmerinnen und Unternehmer endlich aus der Zwangsmitgliedschaft in die Freiheit zu entlassen, damit sie selbst entscheiden können, ob sie die Kammerumlage zahlen oder ihr Geld für etwas Sinnvolles ausgeben wollen?“ 

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