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GPA-Teiber zu IV-Vorschlag: „Leistung muss sich wirklich lohnen!“

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Erfreut nimmt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, zur Kenntnis, dass die Industriellenvereinigung Leistung als positiv wahrnimmt: „Ich gehe davon aus, dass uns die Industriellenvereinigung bei unserer Forderung nach der Besteuerung leistungslosen Einkommens aus Erbschaften und Vermögen unterstützt.“ ++++

Während Superreiche ohne jede Leistung vom Erbe leben und dafür keine Steuern zahlen, wird die Arbeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern selbstverständlich besteuert. Die Gewerkschaft GPA fordert daher eine progressive Millionärssteuer mit einem Freibetrag von einer Million Euro. Diese betrifft etwa vier Prozent der Haushalte. Laut Schätzungen des Instituts für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der JKU Linz würde eine Vermögenssteuer nach dem GPA-Modell in etwa 5 Mrd. Euro pro Jahr an Einnahmen bringen. Dabei sind Ausweicheffekte zur Vermeidung der Steuer bereits berücksichtigt. „Mit den Einnahmen der Millionärssteuer und einer Erbschaftssteuer können die wirklichen Leistungsträger Österreichs nachhaltig entlastet werden“, so Teiber.

Die Gewerkschafterin nimmt auch Stellung zu den Forderungen der Industriellenvereinigung: „Überstunden zu fördern, ist alles andere als ein progressiver Ansatz. Vollzeitarbeit steuerlich gegenüber Teilzeit besserzustellen, ist für viele, vor allem weibliche Arbeitnehmerinnen, ein Schlag ins Gesicht, die im Handel oder der Pflege nur Teilzeitarbeitsplätze vorfinden und am Land mangels Kinderbetreuungsplätzen oft Teilzeit arbeiten, um sich um ihre Kinder zu kümmern.“

Besonders befremdlich scheint der Satz „Unseren Wohlstand erhalten und bauen wir nicht mit ‚Work-Life-Balance‘ aus“ in der Presseaussendung der IV. Teiber: „Die Industriellenvereinigung scheint noch immer nicht verstanden zu haben, dass man den Mangel an Arbeitskräften im eigenen Unternehmen am besten mit guten Arbeitsbedingungen und Respekt gegenüber den Wünschen der Beschäftigen bekämpft, nicht mit den eigenen Ansichten über die Lebensqualität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

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