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Erwachsenenbildung: Bildung ist für ältere Menschen hochrelevant

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Bildung und generationenübergreifende Projekte sind hochrelevant für die Gestaltung des Lebensabschnitts älterer Menschen. Darauf macht das Forum Katholischer Erwachsenenbildung (Forum KEB) in Österreich zum Welttag der älteren Menschen (1. Oktober) aufmerksam. Bildung über das Altern in der Gesellschaft und bei den Seniorinnen und Senioren selbst sei nötiger denn je. Die „Vernetzung Senior*innenbildung“ innerhalb des Forums KEB dient daher vor allem dem Austausch zwischen Hauptamtlichen. Bei jährlichen Treffen werden Überlegungen zu Kooperationen zwischen anbietenden Einrichtungen getroffen. Ziel ist das gemeinsame Reflektieren der humanwissenschaftlichen, theologischen, geragogischen und pädagogischen Grundlagen der Tätigkeiten sowie neuester, relevanter Forschungserkenntnisse. 

Anny Viktoria Fuchs, LIMA-Koordinatorin in der Diözese Eisenstadt, stellt in ihren generationsübergreifenden Gruppenstunden bei „Tänzen im Sitzen“ das Gesellige und den Spaß in den Vordergrund. Sie zeigte sich überzeugt: Ältere und jüngere Menschen können viel voneinander lernen. Weshalb es auch in den Bildungsangeboten für Seniorinnen und Senioren keine Altersbeschränkungen geben sollte. Fuchs, Pionierin des burgenländischen Angebots „Lebensqualität im Alter“ (LIMA), berichtete aus fast 20-jähriger persönlicher Erfahrung als LIMA-Koordinatorin. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens von LIMA im Burgenland findet am 1. Oktober (9-13 Uhr) im Haus der Begegnung in Eisenstadt eine Festveranstaltung, u. a. mit dem Soziologen und Gerontologen Prof. Franz Kolland, statt. Er stellt seinen Festvortrag unter das Thema „Lebenslanges Lernen hat Zukunft im Alter“.

Nach dem Modell „Selbstständig im Alter“ von Prof. W. D. Oswald, Universität Erlangen, ist LIMA eine Kooperation von: Caritas der Diözese Eisenstadt, Katholisches Bildungswerk der Diözese Eisenstadt und dem Referat für Seniorenpastoral der Diözese Eisenstadt. LIMA ist ein Trainingsprogramm für Menschen ab 55 bzw. 60 Jahren. Der Aufbau beruht auf ganzheitlichem Ansatz für mehr Lebensqualität im Alter. Das Wesentliche ist die Verknüpfung der Bereiche Gedächtnistraining, Psychomotorik und Alltagskompetenz. Zudem geht es um Glaubens- und Sinnfragen.

Die „Katholische Senior*innenbildung“ des Forums KEB widmet sich seit Jahrzehnten österreichweit den folgenden Themen: Bewusste und selbstbestimme Lebensgestaltung, Lebenslange bzw. lebensbegleitende Bildung, Lebensqualität im Alter und intergenerationelles Lernen. Speziell unter den Marken „LIMA – Lebensqualität im Alter“, „SELBA – Selbstständig im Alter“, „Mitten im Leben“, „Alt.Jung“ werden Kurse angeboten, die Menschen unterstützen, den Übergang in die nachberufliche Phase bewusst und erfolgreich zu gestalten, heißt es im Positionspapier des Forums KEB. Diese Gestaltung sei etwa durch Information, Anleitung zu Rückblick, Ausblick und Neubewertung sowie das Neustellen der Frage nach dem Sinn des Lebens und der eigenen Spiritualität möglich. Das Positionspapier steht online zum Download zur Verfügung unter: www.forumkeb.at/portal/home/seniorinnenbildung.

Das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich feiert 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Fünf kostenlose Online-Gespräche widmeten sich heuer bereits aktuellen Fragen der Erwachsenenbildung. Am 20. Und 21. Oktober findet zudem im Wiener Kardinal König Haus ein Symposium zum Jubiläum statt. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „BILDung (in) einer künftigen WELT. Beiträge der katholischen Erwachsenenbildung für eine LEBENsWERTE Gesellschaft“. Der Zusammenschluss von 71 kirchlichen Bildungseinrichtungen in ganz Österreich hat 700 hauptamtliche und 11.000 ehrenamtliche Mitarbeitende. (Infos: www.forumkeb.at)

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