Fachhochschule (FH) Kärnten – ohne Erhöhung der Bundesmittel drohen massive Einschnitte | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Fachhochschule (FH) Kärnten – ohne Erhöhung der Bundesmittel drohen massive Einschnitte

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Die österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK), Interessensvertretung aller österreichischen Fachhochschulen, zeigte die dramatische finanzielle Lage an den Fachhochschulen auf. Appelle der Fachhochschulen anderer Bundesländer folgten. Die massiven Teuerungen zeigen bereits erste Auswirkungen: Die rasant steigenden Energiekosten sowie die Erhöhung der Personal- und Sachkosten bringen die Fachhochschulen unter schweren finanziellen Druck. Damit auch künftig die Qualität der Studienbedingungen gewährleistet wird, ist eine rasche Valorisierung der Studienplatzförderung dringend notwendig. Schließlich trägt der Bund auch entscheidend dafür die Verantwortung, dass das Fachhochschulsystem in der aktuellen wirtschaftlichen Lage derart unter Druck gerät, da die Bundesförderung pro Studienplatz seit 1993 bis heute, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), 36 Prozent an Wert verloren. 

An der FH Kärnten gibt es aufgrund des Wertverlustes der Bundesförderung in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schon jetzt wichtige finanzielle Unterstützung durch das Land Kärnten und die vier Standortgemeinden Klagenfurt, Villach, Feldkirchen und Spittal/Drau. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser: „Die Fachhochschule Kärnten ist ein wichtiger Partner in Forschung und Lehre in den dringend erforderlichen Disziplinen der Technik, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales. Der Arbeitsmarkt in Kärnten benötigt künftig bestens ausgebildete Absolventinnen und Absolventen. Im Verantwortungsbereich des Landes unterstützen wir seit Jahren massiv den Ausbau und die Weiterentwicklung der FH. Nun ist auch ein rasches Handeln des Bundes dringend erforderlich.“ Bürgermeister Günther Albel von Villach, dem größten der vier FH-Standorte, bestätigt: „Seit Jahren sind wir als Standortgemeinden – neben dem Land Kärnten – verlässliche Partner für die Fachhochschule Kärnten. Große Industriebetriebe sind ein Motor für die Region und brauchen höchst qualifizierte Akademikerinnen und Akademiker. Der Bund muss seine Beiträge diesem Hochschulsektor dringend anpassen“ 

Geschäftsführer der FH Kärnten, Siegfried Spanz, unterstreicht diese Äußerungen: „Mit der Unterstützung des Landes Kärnten und der Standortgemeinden konnten wir in den vergangenen Jahren trotz der niedrigen Bundesförderungen gut und qualitativ arbeiten. Jetzt wird es aber finanziell eng. Es geht hier auch nicht um zusätzliche Mittel, sondern um eine sofortige Inflationsanpassung, um den regulären Studien- und Forschungsbetrieb in dieser hohen Qualität aufrecht erhalten zu können“, erklärt Spanz. Der Rektor der FH Kärnten, Peter Granig ergänzt: „Die Unterstützung durch den Bund benötigen wir jetzt, daher muss eine Erhöhung mit 1.1.2023 umgesetzt werden."

Die FH Kärnten richtet daher einen klaren Appel an Bundesminister Polaschek: „Wir erwarten dringend ein Signal des Bundes und eine Erhöhung der Bundesfördersätze um mindestens 20 Prozent, ein Hinausschieben einer Inflationsanpassung ist unverantwortlich und inakzeptabel“, erklärt Siegfried Spanz. 

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