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Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung: Wiener Tafel, Handelsverband & Land schafft Leben

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Weltweit landet ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Das sind 153 Millionen Tonnen. Diese sinnlose Verschwendung ist für mindestens 6% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Gleichzeitig sind 95,4 Millionen Menschen (21,7%) in Europa von Armut bedroht. Am UN-Tag gegen Lebensmittelverschwendung, der heuer auch gleichzeitig mit dem Tag des Handels in Gmunden zusammenfällt, macht die Wiener Tafel gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern Land schafft Leben und dem Handelsverband auf diesen Missstand aufmerksam und zeigt am Beispiel der derzeit laufenden, gemeinsamen MHD (Mindesthaltbarkeits)-Kampagne auf, welches Potential in gemeinsamen Aktionen zu diesem Thema steckt.

153 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden im Jahr 2021 weggeworfen. Das sind mehr Tonnen, als an landwirtschaftlichen Erzeugnissen in die EU importiert wurden (138 Millionen). Diese Lebensmittelverschwendung kostet uns allen jährlich 143 Milliarden Euro und ist für mindestens 6% aller EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine Umkehr dieses Trends ist dringend notwendig, wirkt sie sich doch unmittelbar positiv auf Kosten, Klima und Ernährungssicherheit aus.

Seit mehr als 23 Jahren engagiert sich die Wiener Tafel gegen Lebensmittelverschwendung und für Ernährungssicherheit für alle Menschen in Österreich. Noch nie war die Arbeit so herausfordernd wie heute. So rettete die Wiener Tafel bisher mehr als 8 Millionen Tonnen Lebensmittel und versorgte damit jährlich rund 15.000 Menschen in Not. Gleichzeitig entwickelte die Wiener Tafel viele bewusstseinsbildende Kampagnen. Die aktuelle Kampagne "Ist das noch gut", die gemeinsam mit mehr als 10 Partner:innen aus dem Wirtschafts-, Industrie und Gemeinnützigkeitssektor umgesetzt wird, informiert über einen achtsamen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), um Lebensmittelverschwendung zu minimieren. 

Alexandra Gruber, Geschäftsführerin der Wiener Tafel freut sich über das große Interesse der Zivilgesellschaft an der MHD-Kampagne: "Gerade in Zeiten wie diesen, wo die Lebensmittelpreise immer stärker steigen, ist es eine sehr einfache Möglichkeit Geld zu sparen, wenn man Lebensmittel sensorisch beurteilt und nicht gleich in den Müll wirft, nur wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Denn noch immer wirft jeder und jede von uns jährlich Lebensmittel von mehr als 300 Euro in den Müll. Deswegen sollte man immer im Kopf haben, dass das MHD nur ein Qualitätsdatum ist, an dem das Produkt bei entsprechender Lagerung und Verpackung noch seine spezifischen Eigenschaften wie Geruch, Geschmack, Konsistenz,… behält. Es sagt aber nicht aus, ob ein Lebensmittel tatsächlich noch gut ist." 

Maria Fanninger, Gründungs- und Vorstandsmitglied vom Verein Land schafft Leben sieht in der Zusammenarbeit viele Vorteile und betont: "Unglaublich viel vermeidbarer Lebensmittelmüll entsteht, weil das Wissen über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln oft nicht vorhanden ist. Gemeinsam mit der Wiener Tafel schaffen wir deshalb Bewusstsein für Dinge wie die richtige Lagerung und die Haltbarkeit unterschiedlicher Lebensmittel. Ein besonders wichtiger Kanal dafür sind die Schulen. Lebensmittelverschwendung ist schließlich ein massives gesamtgesellschaftliches Problem, das auch enorme ökologische Auswirkungen hat. Gemeinsam unterstützen wir Pädagoginnen und Pädagogen dabei, dieses Thema ins Klassenzimmer zu bringen und den nächsten Generationen den richtigen Umgang mit Lebensmitteln mitzugeben." 

Auch Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands und Beirat der Wiener Tafel, freut sich am Tag des Handels über die gemeinsame Aktion und betont: „Die Kampagne der Wiener Tafel gegen Lebensmittelverschwendung hat gezeigt, welches Potential in gemeinsamen Aktionen mit Unternehmen, Vereinen und freien Verbänden steckt. Am Tag des Handels in Gmunden laden wir alle Partner entlang der Wertschöpfungskette ein, sich dieser bewusstseinsbildenden Initiative anzuschließen. Lebensmittel sind viel zu kostbar, um weggeworfen zu werden. Im Schulterschluss wollen wir noch mehr Menschen für dieses Thema sensibilisieren. Denn nur so können wir das UN-Nachhaltigkeitsziel einer Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 gemeinsam erreichen.“

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