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Pensionsdebatte ad absurdum geführt

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Wien (OTS) – Der Pensionistenverband pocht mit seinen jüngsten Forderungen im Vorfeld der Metallerverhandlungen einmal mehr auf eine enorme Erhöhung der Pensionen. Mit der gesetzlich vorgesehenen knapp sechsprozentigen Steigerung scheinen sich die Seniorenvertreter nicht zufrieden zu geben und fordern eine Pensionsanpassung um gar zehn Prozent. „Die hohe Inflation ermutigt die Pensionisten offensichtlich zu absurden Ansprüchen“, zeigt sich Matthias Unger, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie, verärgert. „Dabei steht unser Pensionssystem ohnehin schon auf wackeligen Säulen und belastet die jüngeren Generationen zunehmend“

„Vergleicht man die Einkommensentwicklungen der Pensionisten mit der Gesamtbevölkerung, fällt außerdem auf, dass das Einkommen der Pensionisten schneller steigt“, verweist Unger auf eine aktuelle Grafik der Agenda Austria. „Auf Pensionisten wird also in Krisenzeiten nicht vergessen – im Gegenteil, sie werden verhältnismäßig schon länger stärker entlastet als die arbeitende Bevölkerung.“

„Wir brauchen also nun endlich ein nachhaltiges und generationengerechtes Pensionssystem“, so Unger weiter. „Es kann nicht sein, dass der Staat immer mehr Steuereinnahmen der Jüngeren in den Pensionstopf wirft und gleichzeitig nicht darüber nachdenkt, wie man einmal deren Pensionen zahlen soll.“ Schließlich werden Pensionen bereits jetzt jährlich mit mehr als 23 Milliarden Euro aus dem Bundesbudget querfinanziert; die vom Pensionistenverband geforderte Pensionsanhebung um zehn Prozent würde dem Staat jedes Jahr noch zusätzlich 5,9 Milliarden Euro kosten.

„Den jungen Österreicherinnen und Österreichern reicht das nun. Es braucht endlich den Wechsel zu einem beitragsorientiertem Pensionssystem und eine echte Anhebung des Antrittsalters“, so Unger abschließend. „Zudem befinden wir uns aktuell in Krisenzeiten, da müssen wir alle an einem Strang ziehen. Auch die Pensionsbezieherinnen und Pensionsbezieher.“

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