Disoski/Grüne am Weltverhütungstag: Zugang zu Verhütung zentral für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung von Frauen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Disoski/Grüne am Weltverhütungstag: Zugang zu Verhütung zentral für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung von Frauen

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„Erinnern wir uns am heutigen Weltverhütungstag daran, dass 214 Millionen Frauen weltweit keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben. Dass Frauen rund um den Erdball in ihren sexuellen und reproduktiven Selbstbestimmungsrechten drastisch beschnitten werden. Auch das ist Gewalt gegen Frauen“, sagt die Frauensprecherin und stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Meri Disoski, anlässlich des heutigen Weltverhütungstages.

Die Frauensprecherin der Grünen verweist darauf, dass es in vielen europäischen Staaten wie Deutschland, Finnland, Belgien oder Schweden Kostenübernahmen von Verhütungsmitteln gibt: „In den meisten Ländern gibt es die Antibabypille bis zum 19. Lebensjahr der Frau gratis, in Frankreich sind hormonbasierte Verhütungsmittel seit 1. Jänner dieses Jahres sogar bis zum 25. Lebensjahr kostenlos.“

„Leider gibt es im österreichischen Parlament keine Mehrheit für kostenlose Verhütungsmittel. Dabei können wir durch Kostenübernahmen insbesondere jene Frauen entlasten, die sich sichere und oftmals teure Langzeitverhütungsmethoden am wenigsten leisten können, und so auch die Zahl der ungewollten Schwangerschaften reduzieren“, sagt Disoski und hält fest: „Trotz der aktuellen Teuerungen muss der niederschwellige Zugang zu qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Verhütungsmitteln in Österreich für alle gewährleistet sein, unabhängig vom Einkommen.“

„Wenn wir über Verhütung sprechen, müssen wir auch über alters- und gendergerechte Sexualpädagogik sprechen“, sagt Disoski. Sie erinnert an den Skandal rund um den christlichen Sexualkundeverein TeenSTAR, in dessen Schulungsunterlagen natürliche Empfängnisverhütung propagiert, Selbstbefriedigung als schädlich und Homosexualität als heilbares Identitätsproblem dargestellt worden waren. Oder an Versuche der ÖVP-FPÖ-Regierung, Sexualpädagogik in Schulen de facto abzuschaffen. „Dabei ist eine qualitätsvolle Sexualpädagogik ein wichtiger Beitrag zur Prävention von sexualisierter Gewalt, von ungewollten Schwangerschaften oder auch von sexuell übertragbaren Krankheiten“, hält Disoski fest und betont: „Wichtig ist dabei zu vermitteln, dass Männer genauso Verantwortung für die Kontrazeption tragen wie Frauen, denn leider wird die Verhütung nach wie vor in erste Linie als ‚Frauenaufgabe‘ gesehen.“  

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