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NÖ Fachhochschulen – Anpassung der Studienplatzfinanzierung dringend benötigt

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Die österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK), Interessensvertretung aller österreichischen Fachhochschulen, zeigte die dramatische finanzielle Lage an den Fachhochschulen auf. Die IMC FH Krems, FH St. Pölten und FH Wiener Neustadt sowie die Ferdinand Porsche FernFH bestätigen unisono: Die massiven Teuerungen zeigen bereits erste Auswirkungen. Die stetig steigenden Energiekosten sowie steigende Personal- und Sachkosten setzen den Fachhochschulen arg zu und die Unterfinanzierung der Studienplätze kann diesem Preisanstieg nicht mehr standhalten.

„In Niederösterreich sind die Fachhochschulen ein wichtiger Part gegen Fachkräftemangel und durch die Teuerung benötigen wir Unterstützung“, so FHK-Präsidentin und Geschäftsführerin der IMC FH Krems Ulrike Prommer.

„Ausgezeichnete Hochschullehre braucht nun dringend die kostendeckende Ausstattung der staatlichen Studienplatzförderung. Dass Fachhochschulen öffentliche Mittel effizient einsetzen, ist allgemein bekannt“, begründet Armin Mahr, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt, den Appell an den Finanzminister. „Es geht um unsere Studierenden, es geht um Qualität und die Weiterversorgung des Arbeitsmarktes mit den gesuchten Hochqualifizierten“, ergänzt Christian Dusek, Vorsitzender des Kollegiums an der FHWN.

„Wir brauchen die Erhöhung der Fördersätze um mindestens 20 Prozent, denn wir sind an dem Punkt, an dem die Qualität des Studienbetriebs massiv gefährdet ist. Im Zentrum unseres Tuns stehen immer unsere Studierenden – für sie arbeiten wir und die Anpassung der Fördersätze kommt zu 100 Prozent ihnen zugute“, versichert Axel Jungwirth, Geschäftsführer der Ferdinand Porsche FernFH.

„Der Erhalt der Studienqualität hat höchste Priorität. Ohne entsprechendes Anheben der finanziellen Mittel sehe ich den operativen Studienbetrieb gefährdet“, stimmt Martin Waiguny, Akademischer Leiter der IMC FH Krems, zu.

Um die hohe Qualität der Lehre weiterhin sicherstellen zu können, brauchen die Fachhochschulen dringend:

1. Eine Anhebung der Fördersätze pro Studienplatz um mindestens 20 Prozent, spätestens ab 1.1.2023

Diese 20 Prozent sollen die aktuelle Teuerung abschwächen (Personalkosten, Energiekosten etc.) sowie zumindest teilweise die bisher angesammelten Wertverluste ausgleichen. Ohne Anhebung der Fördersätze in der geforderten Höhe kann die hohe Qualität an Fachhochschulen nicht gewährleistet werden.

2. Die Einführung von Sonderfinanzierungen für Sonderaufgaben

Zusätzliche Aufgaben, die dem Fachhochschul-Sektor vom Ministerium zugedacht werden, benötigen zusätzliche finanzielle Mittel. Bisher wurde dem Fachhochschul-Sektor eine Reihe von Aufgaben übertragen, die nicht durch weitere finanzielle Mittel abgegolten wurde.

Die Priorität liegt momentan klar auf einer umgehenden Erhöhung der Fördersätze von mindestens 20 Prozent, um eine nachhaltige Finanzierung der Fachhochschulen und den FH-Betrieb sicherstellen zu können. Diese Erhöhung muss spätestens ab 1.1.2023 erfolgen. Aktuell ist das wichtigste Planungsinstrument des Fachhochschul-Sektors, der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan, in Vorbereitung. Dort müssen diese Erhöhungen jetzt abgebildet werden!“, so die Leitungen der NÖ Fachhochschulen.

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