SPÖ-Erasim zu Arbeitsbedingungen in der Gastronomie: Erste Maßnahme der Tourismusstaatssekretärin verhindert Verbesserungen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

SPÖ-Erasim zu Arbeitsbedingungen in der Gastronomie: Erste Maßnahme der Tourismusstaatssekretärin verhindert Verbesserungen

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Wien (OTS/SK) – Die Tourismussprecherin der SPÖ, Melanie Erasim, ist enttäuscht angesichts der ersten Maßnahme der neuen Tourismusstaatssekretärin Kraus-Winkler: „Die erste Maßnahme der Tourismusstaatssekretärin dient der Verhinderung von Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Gastronomie. Stattdessen wird die Möglichkeit geschaffen Menschen aus der ganzen Welt zu holen, die die Aufrechterhaltung der unbefriedigenden Arbeitsbedingungen ermöglichen sollen.“ Auch die Erhöhung der Kontingente für Saisonniers sei keine Lösung, zeigt sich Erasim mit der Kritik der Arbeiterkammer eins. Es fehlten nämlich 35.000 Mitarbeiter*innen in der Gastronomie, durch die Erhöhung wird damit kein Problem gelöst. ****

Besonders sauer stößt der SPÖ-Tourismussprecherin die Scheinheiligkeit auf, die die ÖVP an den Tag legt. „Dieselbe ÖVP, die uns seit Monaten erklärt, dass sie gegen die Teuerung nichts unternehmen will, was in den Markt eingreift – und daher keinen einzigen Preis senken will. Genau diese ÖVP interveniert, wenn es um Lohndumping geht, wenn es gegen die Interessen der Arbeitnehmer*innen geht, in voller Härte in den Markt“, so Erasim.

Innerhalb der Europäischen Union herrscht Arbeitnehmer*innenfreizügigkeit. Der Pool an potenziellen Arbeitskräften für gastronomische Betriebe umfasst also rund 450 Millionen Menschen. Wenn unter 450 Millionen Menschen keine Person zu finden ist, die den Job zu diesen Konditionen annehmen will, würden sich gemäß der Marktlogik, die Arbeitsbedingungen eben verbessern müssen, argumentiert Erasim. Stattdessen interveniere die Bundesregierung aus ÖVP und Grünen in den Markt „und erhöht künstlich das Arbeitskräfteangebot von 450 Millionen Menschen, auf fast acht Milliarden Menschen, damit sich auch ja nichts zugunsten der Beschäftigten ändern muss“, so die SPÖ-Abgeordnete.

Weiters ist für die SPÖ-Tourismussprecherin „unverständlich“ wieso man mit einem Krisengipfel für den Tourismus auf den Herbst warten will, da die Branche doch bereits jetzt akut leiden würde. Für die SPÖ stellt Erasim abschließend klar, dass man die Probleme im Tourismus nachhaltig lösen muss. Die SPÖ habe dazu unzählige Anträge im Nationalrat eingebracht: von der Erwachsenenweiterbildung innerhalb der Branche um Arbeitnehmer*innen im Tourismus Perspektiven zu bieten und sie dort zu halten, bis hin zur Einführung einer Tourismuskasse, nach Vorbild der Baubranche. Die Regierung ignoriert diese konsequent. (Schluss) lk/up

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