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SOS Mitmensch: Ajla soll in Österreich ihre Matura machen können!

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Wien (OTS) – SOS Mitmensch richtet den dringenden Appell an Innenminister Gerhard Karner, die seit 6 Jahren in Österreich lebende angehende Maturantin Ajla in Österreich die Schule abschließen zu lassen. Die Menschenrechtsorganisation zeigt sich bestürzt darüber, dass der Jugendlichen, die in Österreich fest verankert ist, die Zerstörung ihrer Schullaufbahn droht.

„Wieder einmal ist eine hier verwurzelte Schülerin akut davon bedroht, dass ihr Wohl und ihre Zukunft mit Füßen getreten werden. Ajla hat sich in den sechs Jahren in Österreich viel aufgebaut. Ihr fehlt nur noch ein Jahr auf eine erfolgreiche Matura. Das darf nicht mutwillig zerstört werden“, appelliert SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak an Innenminister Gerhard Karner, die Ausweisung zu stoppen und das darüber hinaus verhängte dreijährige Einreiseverbot aufzuheben.

Ajla folgte als 13-Jährige ihrem Vater aus Serbien nach Österreich. Sie besuchte zuerst eine Neue Mittelschule und wechselte nach zwei Jahren ins Gymnasium Anton-Krieger-Gasse in Wien, wo sie zu den Klassenbesten zählt. Sie hat die 7. Klasse mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen und ihr fehlt nur noch ein Jahr auf die erfolgreiche Matura. Dennoch droht ihr jetzt die Ausweisung. Laut Behörden muss sie Österreich bis Ende Juni verlassen, aufgrund einer rechtswidrigen Handlung ihres Vaters, für die sie keinerlei Verantwortung trägt. Ajla wurde darüber hinaus, weil sie eine Schülerin ist und noch kein eigenes Einkommen hat, mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt, was ihr die Rückkehr mit einem Schülerinnenvisum nahezu unmöglich macht. Ihre Schule setzt sich vehement für den Verbleib von Ajla ein. Ein offener Brief der Schule an den Innenminister blieb jedoch bislang ohne Reaktion. Deshalb startet SOS Mitmensch jetzt erneut eine Initiative gegen die Ausweisung der Schülerin. Auf der Webseite der Menschenrechtsorganisation kann der Eil-Appell an den Innenminister unterstützt werden.

„Wenn Behörden ohne Not eine Jugendliche in tiefe Verzweiflung stürzen, dann läuft etwas falsch im System. Es kann doch nicht sein, dass all die Verbesserungsvorschläge der von Irmgard Griss geleiteten Kindeswohlkommission umsonst gewesen sind“, fordert Pollak ein politisches und behördliches Umdenken. „Neben der Unmenschlichkeit der Ausweisung und des Wiedereinreiseverbots, ist es absurd, dass erfolgreiche Schüler*innen des Landes verwiesen werden, während zugleich im ganzen Land händeringend gut gebildete Arbeitskräfte gesucht werden“, fügt Pollak hinzu.

SOS Mitmensch fordert eine Regelung, die es im Schulsystem verankerten Jugendlichen ermöglicht, ihren Bildungsweg in Österreich abzuschließen. „Es braucht ein System, das auf Chancen ausgerichtet ist, nicht auf Zerstörung“, betont SOS Mitmensch-Sprecher Pollak.

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