Friendly Reminder zum Vatertag: Care- und Erwerbsarbeit gerecht und partnerschaftlich aufteilen! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Friendly Reminder zum Vatertag: Care- und Erwerbsarbeit gerecht und partnerschaftlich aufteilen!

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Wien (OTS) – Väter, die mit Kinderwägen unterwegs sind, Wäsche waschen und selbst die Windeln wechseln, sogar die Haare flechten, ein noch viel zu seltenes Bild im Alltag. Und dennoch scheint sich die Vaterrolle der „neuen Väter“ zu ändern, traditionelle Rollenbilder brechen auf. Sieht man genauer hin, liegt jedoch noch ein weiter Weg vor uns. Nur wenige Männer beanspruchen die Väterkarenz, viele Wirtschaftsbereiche bieten noch immer schlechte Rahmenbedingungen. Und vielfach trägt die Politik weiter dazu bei, dass Care-Arbeit die Aufgabe der Frau bleibt. Der Verein [Papainfo] (https://www.papainfo.at/) versucht nun, mit dem speziellen Bildungsangebot „Yes, WE Care“ für Väter und Paare, diese verfestigten Strukturen und Denkmuster aufzubrechen.

Gesellschaftspolitisches Stiefkind Väterkarenz

Laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer[1] findet bei 8 von 10 Elternpaaren keine Väterbeteiligung nach der Familiengründung statt – der Mann geht hier weder in Karenz noch bezieht er Kinderbetreuungsgeld. Und wenn frisch gebackene Väter in Karenz gehen, dauert diese nur bei 1 Prozent länger als sechs Monate. Neben besseren gesetzlichen Rahmenbedingungen hat dies vor allem mit gesellschaftlich verfestigten Rollenbildern zu tun. „Männer fühlen sich noch immer weniger für die Familienarbeit zuständig wie Frauen“, erklärt Dieter Breitwieser-Ebster, Vorstandsmitglied im Verein [Papainfo] (https://www.papainfo.at/). Laut dem Sozialarbeiter braucht es mehr Role Models und eine Veränderung der Denkmuster, damit Väter die Familienarbeit auch als aktive Aufgabe sehen und ernst nehmen. Bis zur Gleichberechtigung und gleicher Aufteilung von Carework ist es aber noch ein sehr weiter Weg.

Weniger Superdads!

Der Verein will den Vatertag dazu nutzen, auf die ungleiche Care-und Erwerbsarbeit in jungen Familien hinzuweisen. „An Tagen wie dem Vatertag wird viel Heldenlametta vergeben. Dabei brauchen Kinder, Partnerinnen und Familien keine Superdads, sondern ganz einfach Väter, die ihre Aufgaben erfüllen und partnerschaftlich Verantwortung übernehmen,“ betont Breitwieser-Ebster. Die spärlich genutzte Väterkarenz ist nur das Symptom, das die inaktive Rolle von Vätern in Familie belegt. Die Krux liegt jedoch viel tiefer – beispielsweise in den weiterhin großen Einkommensunterschieden zwischen Frau und Mann. Der Gender Pay Gap lag in Österreich 2020 mit 18,9 Prozent weit über dem EU-Durchschnitt von 13 Prozent.[2] Zur ungerechten Entlohnung kommt ein großer Teil „unbezahlter Arbeit“, den vor allem Frauen übernehmen: die Care-Arbeit. Dazu gehören Tätigkeiten wie Hausarbeit, Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen. Laut dem EU Care Atlas leisten Frauen täglich doppelt so viel Care-Arbeit wie Männer.[3]

Verein Papainfo betreibt Bewusstseinsarbeit und bietet
virtuelle Bildungsangebote für Väter und Eltern an

Der Verein Papainfo ([https://www.papainfo.at] (https://www.papainfo.at/)) bietet nunmehr Bildungsangebote für Väter und werdende Väter, sowie für Elternpaare an. Mit österreichweiten Webinaren und dem Online-Bildungsprogramm „Yes, WE care!“ versucht der Verein, zu einer gleichberechtigten Elternschaft beizutragen, in der Väter mehr als eine sekundäre Rolle einnehmen. Hubert Steger, Obmann von Papainfo und Psychologe in der Männerberatung Wien erklärt dazu: “Wenn etwas Neues in unserem Leben passiert, greifen wir auf Erlerntes zurück. So ist es auch, wenn Kinder in eine Partnerschaft kommen. Viele Männer sind in traditionellen Familienstrukturen aufgewachsen und müssen mit einer anderen Rollenaufteilung erst zurechtkommen und diese erlernen. Dabei unterstützen wir unter anderem mit dem Programm ‚Yes, WE care!’“.

Online-Bildungsprogramm „Yes, WE care!“ für (werdende) Väter und Paare

Die Fortbildungsangebote von [Papainfo] (https://www.papainfo.at/) sind nicht nur Männern vorbehalten, sondern sprechen auch Paare an. Speziell das Programm „Yes, WE care!“ soll neben Vätern auch Paaren zugutekommen. „Viele Paare haben im Alltag wenig Zeit sich mit dem Thema der gleichberechtigten Elternschaft auseinanderzusetzen. Papainfo bietet Paaren Raum, bewusst an ihren Vorstellungen zu gelebter Gleichberechtigung zu arbeiten.” so Daniela Wittinger, Coach und Karriereberaterin bei Uniport, dem Karriereservice der Universität Wien. Durch das bewusst gewählte Online-Format ist eine Teilnahme von zu Hause möglich – ohne zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand. Im Mittelpunkt stehen dabei der Austausch mit anderen Paaren, Perspektivenwechsel und nützliche Life-Hacks für die Elternschaft als Paar.„Yes, WE care!“ stiftet nicht nur individuellen Nutzen, zukünftig sollen derartige Weiterbildungsprogramme auch in Unternehmen einen wichtigen Beitrag leisten. Weil man davon ausgehe, dass zufriedene Eltern, auch zufriedener in der Arbeit sind. „Jeder Papa, der sich mehr in die Care-Arbeit einbringt, übernimmt auch ein kleines Stück gesellschaftlicher Verantwortung“, ist Breitwieser-Ebster überzeugt.

Infos zum Verein Papainfo & Kontakt

Für interessierte Eltern und engagierte Unternehmensvertreterinnen finden sich mehr Information und aktuelle Termine unter [www.papainfo.at] (http://www.papainfo.at/)

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[1]
[https://www.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/arbeitundsoziales
/familie/Vaeterkarenz.html]
(https://www.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/arbeitundsoziales
/familie/Vaeterkarenz.html)

[2]
[https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/frauen-und-gleichstellung/
gleichstellung-am-arbeitsmarkt/einkommen-und-der-gender-pay-gap.html]
(https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/frauen-und-gleichstellung/
gleichstellung-am-arbeitsmarkt/einkommen-und-der-gender-pay-gap.html)

[3]
[https://www.feps-europe.eu/articles/36-project/94-eu-care-atlas]
(https://www.feps-europe.eu/articles/36-project/94-eu-care-atlas)

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