Ein Streifzug durch die Auktionssäle im Dorotheum | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Ein Streifzug durch die Auktionssäle im Dorotheum

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Wien (OTS) – Andy Warhols nach einer Fotosession 1974 entstandenes Porträt seines Lieblingskünstlers, des Surrealisten und Fotografen Man Ray, ist wohl einer der „Auktions-Stars“. Da könnte der „Hammer“ deutlich über dem Schätzwert des Werkes (€ 300.000 – 500.000) zum Stillstand kommen. Als Top-Kandidat der klassischen Moderne gilt das Bild „La leçon de Twist“ (1962) des französischen Surrealisten Victor Brauner (Schätzwert € 120.000 – 160.000). Und gespannt sein darf man sicherlich, in welch Höhen sich die Verkaufspreise bei der Auktion von Werken des jüngst verstorbenen Künstlers Hermann Nitsch bewegen werden.

Einen Blick auf all die Kunstwerke, die demnächst bei der großen Auktionswoche – der „Contemporary Week“ – im Wiener Dorotheum vom 31. Mai bis 2. Juni versteigert werden, konnte nun eine rund 30-köpfige-Schar kunstinteressierter Mitglieder des Club Tirols bei einer exklusiven Führung durch die Ausstellungssäle das Hauses werfen. Werke internationaler wie österreichischer moderner und zeitgenössischer Kunst sowie Juwelen, Armband- und Taschenuhren werden da bei den „Live-Auktionen“ mit „Live Bidding“ neue Besitzer finden. „Allein bei den Auktionen für Moderne und Zeitgenössische Kunst stehen an die 900 Positionen zum Verkauf bereit“, erklärte Constanze Werner, Leiterin der Dorotheum Kundenbetreuung (Client Advisory Service), den neugierigen Besuchern. Sie war kurzfristig für die erkrankte Einladerin zur Führung – der Expertin für Moderne, Marianne Hussl-Hörmann – eingesprungen.

Neben der genauen Betrachtung der in sieben Sälen vorab zur Schau gestellten Kunstobjekte gab’s kleine Einblicke in den Auktions-Betrieb des Dorotheums, dem größten Auktionshaus im deutschsprachigen Raum und auch des ältesten unter den großen Auktionshäusern dieser Welt. 1707 durch Kaiser Joseph I. als „Versatz- und Fragamt zu Wien“ gegründet, siedelte das Amt 80 Jahre später in das ehemalige Dorotheerkloster und erhielt so seinen heutigen Namen. Das prunkvolle Palais in der Dorotheergasse wurde 1901 eröffnet, in einigen (Landeshaupt-)Städten gibt es Filialen. Seit 2001 hat das Haus private Eigentümer, die internationale Niederlassungen und Repräsentanzen etwa in München, Mailand, Rom, London, Prag und Brüssel eröffnet haben.

700 Auktionen jährlich

Insgesamt finden im Dorotheum jährlich rund 700 Auktionen in bis zu 40 verschiedenen Sparten statt („von Design, Porzellan, Münzen, Briefmarken bis hin zu Oldtimern“). Über 100 Fachexperten stehen im Haus parat, um die jeweils von Verkäufern eingebrachten Gegenstände und Kunstwerke zu überprüfen, zu begutachten und zu bewerten. „Wir sind ja ein Sekundärmarkt und garantieren für die Echtheit und korrekte Herkunft der Bilder“, so Werner. Entsprechende Überprüfungen von Verkäufern wie auch potenzieller Käufer gehören da in der Vorbereitungsphase einer Auktion dazu. Damit sichert sich das Dorotheum auch vor möglichen „Fake-Käufern“ ab.

Ein großer Teil der Auktionen im Dorotheum findet mittlerweile (auch Corona sei Dank) online über die Website statt, weil „es für viele Bieter schon eine recht bequeme Sache ist.“ Nur noch große und ausgewählte Auktionen wie jene in der „Contemporary Week“ finden tatsächlich live im Haus statt. Wobei man auch bei diesen nicht althergebracht selbst im Auktionssaal sitzen muss, sondern ebenso online und vor allem via Telefon mitbieten kann. Mögliche Interessenten an Käufen wie Kunstsammlern werden vom Dorotheum auch schon vorab gesucht und kontaktiert.

Rekorde

Den Ausrufpreis eines Werkes bestimmt übrigens der Auktionator jeweils kurz vor Versteigerungsstart. In der Regel liegt dieser in der Höhe von 50 bis 70 Prozent des unteren Schätzwertes. „Im Durchschnitt werden bei einer Auktion etwa 70 – 80 Prozent aller angebotenen Gegenstände tatsächlich verkauft“, erklärt Werner. Für internationale Schlagzeilen sorgte das Dorotheum erst vor wenigen Tagen: Tizians wiederentdecktes Gemälde der „büßenden Magdalena“ erzielte bei der Auktion „Alte Meister“ mit 4,8 Millionen Euro ein Rekordergebnis. Einer der höchsten Auktionspreise, die für ein Werk Tizians jemals weltweit erzielt wurden.

Ob sich Bieter bei den Auktionen für Werke moderner und zeitgenössischer Kunst in ähnlich schwindelnde Preishöhen treiben lassen, bleibt abzuwarten. Im Angebot finden sich auf jeden Fall viele bekannte Namen wie Marc Chagall, Antoni Tapies, Enrico Castellani, Roy Lichtenstein, Arnulf Rainer, Herbert Brandl, Werner Berg, die Tiroler Gerhild Diesner, Max Weiler, Herbert Gurschner… Die Auktionskataloge mit hochauflösenden Fotos und Schätzwerten finden sich auf der Dorotheum-Website ([www.dorotheum.com] (http://www.dorotheum.com/), Sammlertipp: die Kataloge gibt es auch in gedruckter Form). Die Objekt-Schau im Dorotheum ist ab dieser Woche bis zum Auktionsstart für jedermann frei zugänglich. Ein Kunstgenuss auch für alle, deren Geldbörsl nicht ausreichend gefüllt ist, um an der Auktion teilzunehmen.

Mit dabei in der „Auktionsschau“ im Dorotheum waren: Club Tirol-Vizepräsidentin Renate Danler (Renate Danler Consulting), Club Tirol-Vorstandsmitglied Martina Scheiber (HR-SCOPE), Isabella Fischer (BMI), Monika Goschler-Praxmarer (Verein Börseviertel), Pia Hadschieff (Ärztin), Barbara König (Rechnungshof), Lioba Lobmayr (aquila pharma), Andrea Löw und Andreas Reiter (Löw-Reiter & Partner Immobilien), Elisabeth Marschang (BMEIA), Sigrid Neureiter (Dr. Neureiter-PR), Stefan und Susanne Riedler, Angelika Tscherner, Monika Vogl, Herfried und Sanja Weiß (Daheim leben) uvm.

Über den Club Tirol:

Rund 40.000 TirolerInnen leben in Wien und Umgebung. Seit nun mehr als dreizehn Jahren bietet ihnen der CLUB TIROL ein politisch unabhängiges Business-Netzwerk. Jährlich veranstaltet der CLUB TIROL für seine mittlerweile rund 600 Mitglieder zahlreiche Veranstaltungen zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Aktueller Vorstand des CLUB TIROL ist Präsident Julian Hadschieff, Vorstandsvorsitzender PremiQaMed Group und Humanocare-Eigentümer, Vizepräsidentin Unternehmensberaterin Renate Danler – Renate Danler Consulting, Peter Kunz – Kunz Wallentin RAE GmbH, Barbara Kolm – Vizepräsidentin der Österr. Nationalbank, Präsidentin des Hayek-Instituts und Direktorin des Austria Economics Center, Kommunikations-Beraterin Charlotte Sengthaler, Stefan Kirchebner – Militärischer Berater im Verteidigungsministerium, Personalberaterin Martina Scheiber HR-SCOPE, Key Account Manager bei café+co und Organisator der Wirtschaftswanderung Herbert Rieser und Martin Trenkwalder, Austrosoft Weiss Datenverarbeitung GmbH und Vertreter der Young Leaders.

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