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Wissen sammeln für nachhaltige Wasserwirtschaft an der Donau

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Wien (OTS) – Flüsse sind Lebensadern unserer Gesellschaft und sollen vielfältigen Nutzungsansprüchen genügen: in Landwirtschaft und Energieversorgung, im Transportwesen, als Erholungsraum und als zentrale Elemente des Ökosystems. Was wissen wir aber über die Prozesse, die verschiedene Nutzungen im Fluss auslösen? Mit Simulationen im Kleinmodell stößt man bald an Grenzen. Das weltweit einzigartige Wasserbaulabor der Universität für Bodenkultur in Wien Brigittenau ermöglicht nun, die dynamischen Verhältnisse im Fluss unmittelbar im Maßstab 1:1 zu erforschen. Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Regionalfonds unterstützt und im Rahmen des österreichischen EFRE-Programms zum Regionalprojekt des Monats Mai gewählt: [www.efre.gv.at/projekte/pdm]
(https://www.efre.gv.at/projekte/pdm).

Im Rahmen des Projekts wird zwischen Donau und Donaukanal ein 100 Meter langer und 25 Meter breiter Forschungskanal errichtet, der ohne Pumpen mit einer Durchflussmenge von 10.000 Liter pro Sekunde geflutet wird. Projektleiter Univ.-Prof. Helmut Habersack (BOKU):
„Wenn der Bau im Jahr 2023 in Betrieb gehen wird, können dort Flüsse maßstabgerecht und naturgetreu nachgebildet und je nach Fragestellung analysiert werden“. Damit sollen Fragen nachhaltiger Wasserwirtschaft – vom Management von Hochwasser- und Dürrerisiken über energetische Nutzung der Wasserkraft und Verbesserungen für die Schifffahrt bis zu Gewässerschutz und Uferrückbau – beforscht werden. Die Errichtung dieser Forschungsinfrastruktur im 20. Wiener Gemeindebezirk wird im Rahmen des IWB/EFRE-Programms gemeinsam von Wien und Niederösterreich, sowie in vier weiteren grenzüberschreitenden EU-Programmen als internationales Kooperationsprojekt gefördert.

Wirkung in der Region

Das Projekt stärkt den Forschungs- und Wirtschaftsstandort. Im Endausbau werden mit dem Wasserbaulabor unmittelbar bis zu 100 Arbeitsplätze verbunden sein. Die Zahl der eingebundenen Wissenschaftler:innen wird noch weit höher erwartet. Es entsteht ein Hub für internationale Forschungskooperationen im Wasserbau. Langfristig werden die Forschungsergebnisse wichtige Aufschlüsse zu Maßnahmen bringen, die die Funktionalität der Donau – aber auch anderer Flusssysteme – als wesentlichem Faktor für nachhaltige regionale Entwicklung verbessern werden.

Das EFRE-Förderprogramm

In der Förderperiode 2014 bis 2020 wurden im EFRE-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (IWB/EFRE) österreichweit rund 536 Mio. Euro an EFRE-Förderungen eingesetzt, die Mittel sind bis 2023 auszubezahlen. Durch REACT-EU, einem Teil des Covid-Wiederaufbauplans, wurde das Programm um 158 Mio. Euro aufgestockt. Diese Förderungen werden in Kombination mit privaten sowie nationalen, öffentlichen Mitteln des Bundes und der Länder vergeben. Dadurch wurde bisher ein Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 2 Mrd. Euro erreicht. Projektportrait auf

[https://www.efre.gv.at/projekte/pdm/wasserbaulabor]
(https://www.efre.gv.at/projekte/pdm/wasserbaulabor)

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