SPÖ-Petra Wimmer: Familienbonus lässt die Familien in der Krise im Stich! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

SPÖ-Petra Wimmer: Familienbonus lässt die Familien in der Krise im Stich!

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Wien (OTS/SK) – Eine aktuelle Anfragebeantwortung durch den Finanzminister zeigt, wie ungleich der Familienbonus in Österreich verteilt ist. SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer betont: „Die Bundesregierung lässt mit dem Familienbonus viele Familien in der Krise im Stich! Dabei brauchen die Familien gerade in schwierigen Zeiten Unterstützung.“****

Da der Familienbonus eine Steuergutschrift ist, verlieren Familien, die in der Pandemie von Einkommensverlusten oder Arbeitslosigkeit betroffen sind, ihren Familienbonus. Dies zeigt sich in der Anfragebeantwortung besonders deutlich daran, dass 2020 etwa 400.000 weniger Kinder vom Familienbonus profitierten als 2019. „Das sind 400.000 Kinder, die in der Pandemie durch dieses ungerechte System plötzlich weniger wert waren, als im Vorjahr. Dadurch verschärft die Bundesregierung Kinderarmut und reißt die Einkommensschere weiter auf“, kritisiert die SPÖ-Familiensprecherin.

Auch die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen, die die SPÖ seit Einführung des Bonus‘ kritisiert, wird in dieser Anfragebeantwortung belegt. 2019 bezogen 666.000 Männer den Familienbonus und nur 334.000 Frauen. 2020 waren es 480.000 Männer gegenüber 242.000 Frauen. „Männer profitieren doppelt so oft vom Familienbonus wie Frauen. Diese eklatante Ungleichbehandlung treibt Frauen in ökonomische Abhängigkeit von ihren Partnern. Das wirkt sich auf vielen Ebenen negativ aus. Wer abhängig ist, kann meist einen gewalttätigen Partner nicht verlassen und davon sind auch die Kinder betroffen. Die ÖVP konterkariert damit den gerade jetzt so notwendigen Gewaltschutz“, führt Wimmer aus.

Um mit dieser Ungleichbehandlung aufzuräumen fordert die SPÖ-Familiensprecherin im nächsten Familienausschuss am 7. Dezember eine rasche und umfassende Evaluierung des Familienbonus hinsichtlich seiner sozialen Treffsicherheit. „Wir müssen diese Ungerechtigkeiten des Familienbonus beseitigen und dürfen kein Kind zurücklassen“, schließt Wimmer.

Parlamentarische Anfrage und Beantwortung:
[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_07888/index.shtml]
(https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_07888/index.shtml)

Antrag zur Evaluierung des Familienbonus:
[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_02049/index.shtml]
(https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_02049/index.shtml)

(Schluss) sd/up

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