„Besser Bauern bestärken, in die richtige Richtung zu gehen – hören wir auf, alles schlechtzureden“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

„Besser Bauern bestärken, in die richtige Richtung zu gehen – hören wir auf, alles schlechtzureden“

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Wien (OTS) – „Es allen rechtzumachen, wird bei einem so vielschichtigen Thema wie der GAP niemals möglich sein. Viele vergessen in der derzeitigen Situation aber, dass wir Bäuerinnen und Bauern bereits seit zwei Jahren auf diese Entscheidung hinzittern“, so Royer, selbst Bergbauer und Obmann von [Land schafft Leben]
(https://www.landschafftleben.at/).

Ohne Zahlungen aus der GAP wäre ein Wirtschaften mit schwarzen Zahlen für heimische Landwirtinnen und Landwirte kaum möglich. Damit würden wir unseren Lebensraum, der von unserer Landwirtschaft gehegt und gepflegt wird, nicht wiedererkennen und auch der Preis unserer Lebensmittel, die unter hohen Tierwohl- und Umweltstandards hergestellt werden, wäre spürbar höher.

Zukunftsgerichtetes Arbeiten ist nun aber nach Beschluss wieder machbar. Neben den EU-Rahmenbedingungen der GAP ist insbesondere die nationale Ausgestaltung der Förderungen wesentlich.

EU-Rahmenbedingungen vs. nationale Umsetzung

Die EU-Rahmenbedingungen werden über die GAP aufgestellt, die nationale Ausgestaltung über Programme wie ÖPUL, Bio oder Ausgleichzulagen für benachteiligte Gebiete liegt beim Gesetzgeber. Innerhalb der 27 EU-Staaten gibt es eklatante Unterschiede, wie die Landwirtschaft der jeweiligen Länder ausgestaltet wird. Leicht lässt sich das am Thema Bio-Flächen-Bewirtschaftung ablesen: In Österreich sind es heute bereits 26% – im EU-Durschnitt lediglich 8%, was den massiven Aufholbedarf weiterer EU-Mitgliedsstaaten zeigt.

„Ich selbst bin seit 1989 Bio-Bauer, seit 1995 im ÖPUL-Programm und arbeite tagtäglich unter strengen Auflagen daran, unseren Lebensraum bestmöglich zu erhalten. In den letzten Jahrzehnten konnten ÖPUL Betriebe aktiv dazu beitragen, dass Klima- und Umweltschutzmaßnahmen im Rahmen der Landwirtschaft bestmöglich gelebt werden. Natürlich haben wir noch einen Weg zu gehen. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir produzierende landwirtschaftliche Betriebe sind“, ergänzt Royer.

Image der Landwirtschaft unter Beschuss

Die österreichische Landwirtschaft ist im EU-Vergleich kleinstrukturiert: 23 Hektar bewirtschaftet der Durchschnittsbetrieb. Mehr als 80% der heimischen Landwirte nehmen bereits am ÖPUL-Programm teil. Kaum ein Land bewirtschaftet mehr Flächen biologisch. Dennoch werden die kritischen Stimmen im Zuge des GAP-Beschlusses besonders laut. „Ja, es gibt immer Luft nach oben. Aus diesem Grund gibt es nationale Anreizsysteme für weitere Förderungen. Wenn ich Zusatzleistungen für Klima- und Umweltschutz erbringe, wird dies in Österreich auch honoriert. Nur, weil etwas nicht grundlegend verändert wird, stehen wir nicht automatisch still. Wir rasten uns nicht auf bereits Erreichtem aus, wir sind am richtigen Weg! Schließlich orientieren sich viele Länder an uns, dies wird in der derzeitigen Debatte allerdings außer Acht gelassen“, fügt Royer hinzu.

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