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„Thema“: Primärversorgung – das Herzensprojekt des neuen Gesundheitsministers

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Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 19. April 2021, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Primärversorgung – das Herzensprojekt des neuen Gesundheitsministers

„Die Zeiten des Arztes als Einzelkämpfer sind endgültig vorbei“, sagte der Hausarzt Wolfgang Mückstein. Der neue Gesundheitsminister ist Pionier für eine neue Form der medizinischen Versorgung: die sogenannten Primärversorgungseinheiten. Gemeinsam mit zwei weiteren Mediziner/innen hat er 2015 die erste PVE in Wien Mariahilf gegründet. Diese Zentren mit Personal aus verschiedenen medizinischen Berufen sollen die Hausärztinnen und Landärzte ablösen und die Allgemeinmedizin auch für junge Menschen wieder attraktiv machen. „Das viel beschworene Vertrauensverhältnis zu ‚ihrem Arzt‘ ist den Patientinnen und Patienten heute nicht mehr so wichtig wie früher“, meint Leopold Auer. Der 60-Jährige war sein halbes Leben lang Landarzt in der Gemeinde Purgstall in Niederösterreich. Nächstes Jahr wagt er den Schritt in eine neue Primärversorgungseinheit. Ein Begriff, der in Zusammenhang mit dem Zukunftsmodell oft fällt, ist genauso modern wie die neuen Gesundheitszentren: Work-Life-Balance. Martin Steiner und Eva Kordesch berichten.

Corona – Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz

Handel und körpernahe Dienstleister in Wien und Niederösterreich sind weiter im Lockdown. Doch an vielen anderen Arbeitsplätzen findet das Leben weitgehend ungeregelt statt. In Deutschland wurden Betriebe jetzt dazu verpflichtet, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Corona-Tests anzubieten. In Österreich müssen Firmen mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 1. April ein eigenes Sicherheitskonzept vorlegen. Manche Unternehmen wie BMW Wien haben das schon getan: gestaffelte Mittagspausen, getrennte Sektionen in der Werkstatt und Maskenpflicht in allen Bereichen. „Großen Betrieben gelingt die Umsetzung solcher Regelungen besser, kleine Betriebe tun sich schwer“, sagt Arbeitsinspektor Herbert Birkner. Der Bauunternehmer Fritz Seppele kennt das Problem: Sechs seiner 20 Mitarbeiter/innen sind in den vergangenen zwei Wochen an Corona erkrankt. Gerade auf Baustellen kommen viele Menschen von verschiedenen Firmen zusammen. Michael Eisner und Eva Kordesch berichten.

Soziale Isolation – einsam durch die Pandemie

„Das Alleinsein macht alles schlimmer, man fährt ungemein runter in dieser Pandemie“, erzählt der Pensionist Fritz Held. Seit fünf Jahren ist der 72-Jährige verwitwet. Durch die Kontaktbeschränkungen in der Pandemie ist der Großteil seiner sozialen Beziehungen vorübergehend verloren gegangen. Quer durch alle Gesellschaftsschichten sorgt dieser Mangel an Nähe für Schwierigkeiten. Depressionen und Angstzustände sind stark gestiegen, auch unter jüngeren Menschen. In einer Studie der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien sagt die Hälfte der befragten Alleinlebenden, dass sie seit drei Monaten keine Umarmung erlebt haben. Ein Drittel sagt, ihr Sozialleben sei trostlos. Oliver Rubenthaler hat mit jungen und älteren Menschen das Gespräch gesucht und viel Einsamkeit gefunden.

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