Tierschutz Austria: Jahresvorsatz für Regierung - privates Feuerwerk verbieten | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Tierschutz Austria: Jahresvorsatz für Regierung – privates Feuerwerk verbieten

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Vösendorf (OTS) – Silvester ist vorbei und damit scheint auch die Debatte um das Thema Feuerwerk wieder für knapp ein Jahr erledigt zu sein. Das Leid der vielen Haus- und Wildtiere, die durch die Knallerei in Lebensgefahr geraten, die Feinstaubbelastung, die von der pyrotechnischen Industrie und neuerdings auch der WKO in einer kürzlich veröffentlichten Studie gerne verharmlost wird, die Schäden für die Umwelt und die gesundheitlichen Risiken für uns Menschen -wieder ad acta gelegt.

Dabei ist das Thema Pyrotechnik ist ein aktuelles, dringendes Anliegen, nicht nur für Tierschutz Austria (TSA, der neue Auftritt des Wiener Tierschutzvereins): „Eine Novellierung des Pyrotechnikgesetztes ist im Regierungsabkommen erwähnt, die Realität interessiert aber offenbar niemanden. Aus Sicht des Tierschutzes merken wir an, dass es in seiner derzeitigen Fassung nicht vollziehbar ist. Wir fragen daher: Wann?“, so Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic. Die Regierung könne sich nicht ständig hinter der Corona-Bekämpfung verstecken, auch andere politisch und gesellschaftlich wichtige Themen müssen trotz Lockdown, Pandemie, Impfung & Co. angegangen werden.

Ende der Heuchelei

Die Pyrotechnik-Novelle ist eines davon: Konkret fordert TSA seit Jahren ein generelles Verbot von privatem Feuerwerk und ein Ende der Heuchelei. Denn Feuerwerk darf trotz eines weitgehenden Verbots dennoch im Einzelhandel verkauft werden. Ganz besonders während der Corona-Pandemie (und ausgesprochener Ausgangsbeschränkungen an Silvester 2020/21), empört diese Verlogenheit doch sehr: „Angesichts einer Pandemie einerseits, um Verständnis für Einschränkungen der persönlichen Freiheit zu werben, anderseits den Verkauf von Raketen und Böllern ungehindert zuzulassen und so mit Sicherheit in Kauf zu nehmen, dass geltende Verbote verletzt werden, untergräbt die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitwirkung an präventiven Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit nachhaltig“, so Petrovic.

Feuerwerk nur von Profis

Der Neujahresvorsatz für die Regierung kann daher nur lauten, das Pyrotechnikgesetz im Jahr 2021 massiv zu überarbeiten – zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Eine langfristige Lösung kann daher nur ein Verbot von Pyrotechnik zu privaten Zwecken sein. „Um den Rufen nach Tradition nachzukommen, wäre ein professionelles Feuerwerk nur zu speziellen Anlässen wie Silvester oder anderen Jubiläen, durchgeführt von Fachleuten an einem passenden Platz fern von Orten, wo sich empfindsame Lebewesen aufhalten, ein sinnvoller Kompromiss. Dieses dauert dann auch nicht Stunden oder gar Tage wie privater Knallerterror“, so Petrovic.

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