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Grüne Wieden fordern eine Kunst- und Kulturkommission für die Wieden

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Wien (OTS) – Die Grünen Wieden haben in der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung eine Kulturkommission für die Wieden beantragt. „Kunst und Kultur machen einen wesentlichen Teil des Miteinanders im Bezirk aus. Durch solche Angebote wird nicht nur individuell die Lebensqualität im Bezirk gesteigert, sondern sie tragen auch zur Vernetzung der Bewohner*innen und der Kulturschaffenden bei“, so die frisch angelobte Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin, Julia Tinhof. Auch im Wiener Landtagswahlkampf wurde die Wieden immer wieder als DER Bezirk für Kunst- und Kulturschaffende vorgestellt. Das steht im starken Widerspruch zu der Herangehensweise der Bezirksvorstehung und damit zur Realität im Bezirk. Die Wieden ist einer von 3 Bezirken in Wien, die über keine eigene Kulturkommission verfügen, alle 20 anderen Bezirke gehen hier einen besseren Weg. Die Anträge zu Kunst-und Kultur werden auf der Wieden ausschließlich im Finanzausschuss behandelt.

„Wer sich bei Kunst nur auf deren Kosten konzentriert, begeht schon einen grundlegenden Verständnisfehler. Als ehemalige Kunstgeschichte-Studentin sehe ich hier enormen Nachholbedarf, was die Wertschätzung der Kulturlandschaft Wieden angeht. Einer der größten Wirtschaftszweige liegt hier seit Monaten brach. Wir brauchen im Bezirk ein Gremium, das es sich zur Aufgabe macht, das künstlerische Schaffen auf der Wieden zu erhalten, sowie ausreichend zu vernetzen, zu fördern und nicht zuletzt auch zu finanzieren“, fordert Tinhof. Der Vorstoß der Grünen Wieden wurde mit den Stimmen der SPÖ, ÖVP und FPÖ abgelehnt.

„Die Verweigerung eines transparenten Förderwesens hat in einigen Parteien leider Tradition. Nach wie vor sind es die parteinahen Kultur-Vereine und der Museums-Verein, die auf der Wieden gut ein Drittel des gesamten Jahresbudgets für Bezirkskultur für sich beanspruchen. Derzeit wird im Finanzausschuss nur über Anträge ohne Gesamtkonzept abgestimmt. Die Kulturlandschaft Wieden sollte sich in keine Parteiabhängiket begeben müssen, denn eines ist klar: so kann sich nur schwer eine reichhaltige und diverse Kulturszene entwickeln“, so Tinhof abschließend.

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