VBJ: Ministerialentwurf als Chance zur Förderung der jüdischen Kultur und Vielfalt in Österreich | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

VBJ: Ministerialentwurf als Chance zur Förderung der jüdischen Kultur und Vielfalt in Österreich

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Wien (OTS) – Die jüngste Gesetzesinitiative der Bundesregierung, mit der die Förderung des österreichisch-jüdischen Kulturerbes und des jüdischen Gemeindelebens verankert werden soll, wird seitens des Vereins Bucharischer Juden Österreichs (VBJ) sehr begrüßt. Diese Initiative zeigt deutlich, wie wichtig dieser Regierung die Unterstützung und Sicherheit der jüdischen Bevölkerung in Österreich ist. Der Bundesregierung gebührt für diesen außerordentlichen Einsatz unser Dank und unsere aufrichtige Anerkennung.

Diese begrüßenswerte Initiative sollte allerdings auch zum Anlass genommen werden, die Vielfalt des Judentums in Österreich zu erfassen. In Österreich leben Jüdinnen und Juden verschiedenster Strömungen, diese Vielfalt ist einzigartig und diese gilt es zu erhalten und gleichmäßig zu fördern.

Laut dem Ministerialentwurf wird die jährliche Förderung ab 2021 EUR 4 Mio. betragen, für das Jahr 2020 einmalig EUR 5 Mio. Im aktuellen Budget der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) für 2021 ist diese großzügige Förderung der Bundesregierung noch in keiner Weise berücksichtigt.

„Wir sind in großer Sorge, dass diese Hilfsgelder nicht allen in der österreichischen jüdischen Gemeinde vertretenen Gruppierungen anteilig zugute kommen – wie das ansonsten bei staatlichen Förderungen ganz grundsätzlich der Fall ist. Daher ersuchen wir die österreichische Bundesregierung um die explizite Anerkennung der Vielfalt des österreichisch-jüdischen Kulturerbes und des jüdischen Gemeindelebens sowie insbesondere die gesetzliche Sicherstellung einer ausgewogenen Verteilung der Fördermittel“, fordert VBJ-Obmann Israel Abramov.

Der VBJ hat zu diesem Zweck – mit Unterstützung von Univ.-Prof. Dr. Georg Eisenberger, einem der renommiertesten Experten für öffentliches Recht – auch eine Stellungnahme mit Ergänzungsvorschlägen zum Ministerialentwurf eingebracht. Der VBJ ersucht die österreichische Bundesregierung, diese Vorschläge zu berücksichtigen.

Über den VBJ:

Der Verein Bucharischer Juden Österreichs (VBJ) ist mit sechs gewählten Kultusvorstehern die zweitstärkste Fraktion in der IKG Wien und ist mit seiner Infrastruktur maßgeblich am aktiven jüdischen Leben der Wiener Juden beteiligt. So hat der VBJ wesentliche Einrichtungen der jüdischen Gemeinde forciert und etwa an Schulen, Kindergärten, der Verfügbarkeit koscherer Lebensmittel und Restaurants, Synagogen, Lernhäusern und Veranstaltungsräumlichkeiten mitgewirkt. Zudem unternimmt der VBJ im Regelfall über 100 Veranstaltungen im Jahr. Die bucharischen Juden bekennen sich zur Strömung des sefardischen Judentums.

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