2. Platz des Naturverschmutzer-Awards geht an die Brau Union - GLOBAL 2000 appelliert an mehr Unternehmensverantwortung | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

2. Platz des Naturverschmutzer-Awards geht an die Brau Union – GLOBAL 2000 appelliert an mehr Unternehmensverantwortung

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Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 enthüllte im Oktober im [„Müll in der Natur“- Bericht]
(https://www.global2000.at/sites/global/files/Report-Muell-in-der-Nat
ur-2020.pdf) die Getränkemarken, die am häufigsten in Österreichs Natur zu finden sind. Gleich gefolgt von Red Bull auf Platz 1, belegen die Biermarken der Brau Union mit 15% den zweiten Platz der meist gefundenen Getränkeverpackungen. Corona-Lockdown bedingt wendet sich GLOBAL 2000 mittels [Videobotschaft]
(https://www.youtube.com/watch?v=do0kq5oXyVk&feature=youtu.be) an die
Brauereigruppe:

„Unsere Natur sollte nicht nur in Bier-Werbungen sauber aussehen, sondern auch dann, wenn wir sie bei einem Spaziergang oder beim Wandern in den Bergen genießen wollen. Machen wir aus schönen Werbebildern Realität – es ist an der Zeit, dass Unternehmen endlich Verantwortung übernehmen“, betont Lena Steger, Ressourcensprecherin von GLOBAL 2000.

Mehrweganteil der Brau Union unter österreichischem Durchschnitt

Die Brau Union umfasst insgesamt 13 Biermarken (Puntigamer, Zipfer, Gösser, Wieselburger u.a.) und ist mit einem Anteil von rund 50 Prozent die Brauereigruppe, die das meiste Bier in Österreich abfüllt. Im österreichischen Durchschnitt erfolgt 68,3 Prozent des Bier-Absatzes in Mehrweg-Gebinden. Bei der Brau Union machen Mehrweg-Glasflaschen 46,4 Prozent und Fässer 16,9 Prozent am Verpackungsmix aus. Somit erreicht die Brauereigruppe lediglich 63 Prozent Mehrweganteil und liegt demnach unter dem österreichischen Schnitt im Biersegment. Ihrem jüngsten Nachhaltigkeitsbericht kann entnommen werden, dass die Produktion des Verpackungsmaterials mit 31 Prozent den größten Anteil an Treibhausgasemissionen verursacht (deutlich mehr als der landwirtschaftl. Anbau und Transport). „Eigene [Umfragen der Brau Union]
(https://www.brauunion.at/wp-content/uploads/2020/10/NHB_BUOE_2018_20
19.pdf) zeigen, dass knapp dreiviertel der österreichischen BiertrinkerInnen Bier in Mehrweg-Verpackungen bevorzugen. Diesen Erhebungen müssen nun auch Taten Folgen. Gerade durch den großen Bierabsatz der Brau Union wäre die Gruppe prädestiniert für ein ausgeklügeltes Mehrwegflaschensystem, statt den vielen Einwegdosen und den 0,33 l Einwegglasflaschen“, unterstreicht Steger. In Deutschland ist der Marktanteil von Dosen im Biersegment mit der Einführung des Einwegpfandsystems im Jahr 2003 erheblich zurückgegangen und der Marktanteil von wiederbefüllbaren Glasflaschen stieg von 68 Prozent im Jahr 2002 auf 89 Prozent bis Ende 2003.

Einwegpfand reduziert Aufräumkosten

In Bezug auf die Vermüllung der Natur stellen gerade auch Dosen ein großes Problem dar. Sie werden oftmals unterwegs getrunken und so auch häufiger achtlos weggeschmissen. „Um das Verursacherprinzip geltend zu machen, ist die Einführung eines Pfandsystem in Österreich längst überfällig. Schlussendlich werden die Aufräumkosten von 50 Mio. € derzeit von uns allen getragen, egal ob wir an der Vermüllung beteiligt sind oder nicht“, erklärt Steger „Häufig werden Getränkeverpackungen in die Natur geschmissen, obwohl in unmittelbarer Nähe Abfalleimer stehen würden.“ Und auch wenn die Dosen in Straßenabfalleimer landen, wandern sie in den Restmüll und gelangen somit in die Müllverbrennung. In Österreich werden derzeit lediglich 37% der Getränkedosen getrennt gesammelt.

„Groß-Konzerne wie die Brau Union und Red Bull haben jahrelang massenweise Profit geschlagen und das auf Kosten unserer Umwelt. Die Brau Union besitzt das Know-How für Mehrwegsysteme und sollte nun ambitionierte Maßnahmen setzen, um der Umweltverschmutzung und der Ressourcenverschwendung durch Einweggetränkeverpackungen entgegenzuwirken. Um die Brauereigruppe wach-zu-rütteln, übersenden wir ihnen heute eine Videobotschaft und fordern Sie auf, ihr Mehrwegangebot deutlich auszubauen und ein Einwegpfandsystem zu unterstützen“, fordert Steger abschließend.

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