Laimer zu Rot-weiß-roter Blackout-Vorsorge: Der Teufel steckt oft im Detail | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Laimer zu Rot-weiß-roter Blackout-Vorsorge: Der Teufel steckt oft im Detail

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Wien (OTS/SK) – Kürzlich hat die Garde des Österreichischen Bundesheeres eine „Stromabschaltübung“ in der eigenen Kaserne durchgeführt. Trotz der getroffenen Vorbereitungen traten einige schwerwiegende Überraschungen auf. „Eine ‚Schlafwagentaktik‘, wie diese die ÖVP-Verteidigungsministerin Tanner an den Tag legt, gefährdet die Sicherheit und die Versorgung der Bevölkerung mit Bedarfsgütern des täglichen Lebens. Deshalb fordert die SPÖ eine vorausschauende Strategie sowie mit den Einsatzorganisationen abgestimmte Notfallpläne, um den Gefahren und Auswirkungen eines Blackouts landesweit wirksam zu begegnen“, sagt SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer.****

So funktionierten etwa bei der Stromabschalteübung die Duschen, Wasserhähne oder Pissoir-Spülungen nicht mehr, weil diese mit berührungslosen Armaturen ausgestattet sind. Was aus Hygienesicht gerade in Corona-Zeiten begrüßenswert ist, kann bei einem europaweiten Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall (Blackout) schwerwiegende Folgen haben: Kein Wasser und das nicht nur in Bundesheerkasernen. Viele Hotels, Bürogebäude oder Raststätten sind mittlerweile mit berührungslosen Armaturen im Sanitärbereich ausgestattet. Eine kleine Ursache mit sehr weitreichenden Auswirkungen.

Fast noch schlimmer war die Erfahrung, dass fünf von sechs Notstromaggregaten binnen der ersten 12 Stunden versagten, obwohl zuvor regelmäßig Probeläufe durchgeführt wurden. Daher würden wir uns hier wohl zu oft auf falsche Sicherheiten verlassen, wie der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge und Blackout-Experte Herbert Saurugg betont. Auch aus seiner täglichen Praxis gibt es zahlreiche Detailprobleme, die bei der Blackout-Vorsorge kaum berücksichtigt werden. Etwa fehlende OP-Bekleidungen, Reinigungsmaterial oder auch Lebensmittel in Spitälern und Pflegeeinrichtungen, um mehrere Tage ohne Nachlieferungen den Betrieb aufrechterhalten zu können.

SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer konkret: „Das von den Sicherheitsexperten erstellte Risikobild für die Republik Österreich reiht ein Blackout noch vor der Pandemie ein. Damit ist der Ernst der Lage wohl offensichtlich. Dementsprechend sind sämtliche Vorbereitungen und Maßnahmen im Sinne der Blackout-Prävention unverzüglich vorzunehmen.“

Bei einem Blackout geht es nicht nur um einen Stromausfall, sondern um eine längerfristige Unterbrechung der Versorgungsketten. Man müsse den Menschen daher klarmachen, dass keine auch noch so gut vorbereitete Einsatzorganisation Millionen Menschen helfen könne. „Entscheidend ist, dass wir uns selbst helfen können und in der Nachbarschaft zusammenhelfen, lautet auch das Urteil des renommierten Experten Herbert Saurugg“, sagt Laimer.

„Die ÖstereicherInnen haben ein Recht darauf, dass die Energie-und Wasserversorgung auch im Fall eines Blackouts garantiert und sichergestellt wird. Nach Aussagen des Bundesheeres ist mit einem Blackout in den nächsten fünf Jahren zu rechnen. Die Frage ist also nicht ob, sondern wo und wie uns in nächsten Jahren der Ausfall wichtiger Infrastruktur trifft. Kasernen des Bundesheeres als Schutz-und Sicherheitszonen für die Bevölkerung kommt in diesem Szenario eine ganz wichtige Rolle zu. Ich habe mir im Zuge der Budgetberatungen von Verteidigungsministerin Tanner bestätigen lassen, dass auch die modernste und größte Kaserne Österreichs, die Montecuccolli-Kaserne in Güssing, neben acht weiteren Kasernen auf derartige Notfallsituationen im Falle eines Blackouts als Sicherheitsinsel für die regionale Bevölkerung fungieren wird und entsprechende Vorbereitungen auch getätigt werden. Auf meine Frage, ob Güssing im Budget 2021 für den Ausbau der Autarkie im Fall eines Blackouts vorgesehen ist, kam die klare Antwort ‚Ja‘“, so der burgenländische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Drobits. (Schluss) up

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