Krebspatient in Österreich: Das Recht auf die bestmögliche Therapie | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Krebspatient in Österreich: Das Recht auf die bestmögliche Therapie

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Wien (OTS) – Die Diagnose Krebs führt häufig zu einer Überforderung bei Betroffenen. Damit sie in einer solchen Situation einen klaren Blick darauf bekommen, was ihre Rechte sind, wie sie selbst ihre Therapie mitbestimmen, wie und wo sie – auch finanzielle – Unterstützung erhalten können, gibt es ab sofort die leicht zugängliche und kostenlose Online-Schulung „Das Recht auf die bestmögliche Therapie“ auf dem Info-Portal [selpers] (http://).com. Für die medizinische Leitung zeichnet Krebsspezialist Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaiger verantwortlich, für die rechtliche Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger. Entstanden ist der Online-Kurs aus einer Kooperation von selpers und Mitgliedsunternehmen aus dem Standing Committee Oncology der PHARMIG, des Verbands der pharmazeutischen Industrie.

Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, sagt zum Warum der Zusammenarbeit von PHARMIG und selpers: „Der emotionale Schock einer Krebsdiagnose kann Patientinnen und Patienten daran hindern, mit ihren Ärztinnen und Ärzten effektiv über Diagnose und Behandlung zu sprechen. Werden sie aber gestärkt und befähigt, sich zu informieren, kann das zu einem positiveren Krankheitsverlauf führen. Das ist zum Nutzen der Betroffenen, ihrer Behandler und des gesamten Versorgungssystems. Als pharmazeutische Industrie und Anbieter von innovativen Krebsmedikamenten ist es uns besonders wichtig, dass Patientinnen und Patienten möglichst rasch an die für sie optimale Diagnostik und Therapie kommen. Der uneingeschränkte und rasche Zugang ist gerade auch jetzt, während der derzeitigen COVID-Krise wichtig, um bestmögliche Versorgung sicherzustellen und Folgeschäden zu minimieren.“

Der neue Online-Kurs besteht aus sechs Modulen und soll in insgesamt 90 Minuten das Wissen über Diagnostik, Behandlung und Nachsorge bei Krebs auf einfache und verständliche Weise erhöhen, mit dem Ziel, dass Betroffene gemeinsam mit ihren Ärztinnen und Ärzten die für sie individuell bestmögliche Therapieentscheidung treffen. Dr. Iris Herscovici, Leiterin von selpers, ist erfreut über den Ausbau des Online-Angebotes: „Krebs ist natürlich kein gänzlich neues Thema, über das wir informieren. Neu ist in jedem Fall der Fokus dieser Gratis-Schulung: Welche Rechte haben Krebspatienten und was können sie selbst tun, um die für sie bestmögliche Therapie zu bekommen? Das sind Fragen, die sehr rasch nach der Diagnose aufkommen, die aber oftmals nicht oder nur unvollständig gestellt werden. Mit dem neuen Kurs wollen wir Betroffenen eine Orientierung geben, damit sie Antworten auf ihre Fragen erhalten.“

Zwei ausgewiesene Experten helfen, sich zurechtzufinden und geben in der Schulung Antworten auf mögliche Fragen Betroffener:

Auf medizinischer Ebene bestärkt Onkologe Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaiger in seinen Video-Statements unter anderem die Patientinnen und Patienten, trotz ihrer Krankheit, die erst einmal alles auf den Kopf stellt, auf sich selbst zu achten: „Die erste Regel, wenn man mit der Diagnose einer Tumorerkrankung konfrontiert ist: Machen Sie keine Kompromisse. Die zweite ist: Holen Sie sich Unterstützung.“ Für den Krebsspezialisten ist klar: „Die Wahl der bestmöglichen Therapie für den individuellen Patienten ist sehr komplex. Es ist nicht zuletzt auch für den Behandlungserfolg entscheidend, dass sich Patientinnen und Patienten aktiv einbringen und mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gemeinsam die bestmögliche Therapie festlegen. Da spielen etwa auch Lebensumstände eine Rolle oder auch die Wünsche der Betroffenen“, so Gaiger. Der Onkologe empfiehlt, für sich selbst eine fixe Tageszeit festzulegen, zu der man sich mit der Krankheit auseinandersetzt. „Diese Zeit soll genutzt werden, um offene Fragen zu klären, Anträge auszufüllen und Termine auszumachen. Dafür finden sich in der Patientenschulung entsprechende Checklisten zum Download“, erläutert Gaiger.

Auch für Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger ist wichtig, dass sowohl Patienten als auch Behandler Zugang zu sicheren, qualitativ hochwertigen und adäquaten Unterstützungsmaßnahmen haben. Im Online-Kurs gibt er Einblicke in rechtliche Aspekte aus Patientensicht. Er betont: „Neben den medizinischen Fragen müssen auch rechtliche und organisatorische Themen geklärt werden. Was steht mir als Patient zu? Was ist mit der Krankenkasse zu klären? Welches Mitspracherecht habe ich bei der Therapiewahl? Wie kann ich eine Zweitmeinung einholen? Habe ich Anspruch auf Pflegegeld? All das sind Fragen, die geklärt werden müssen. In diesem Sinne trägt der neue Online-Kurs dazu bei, Patientinnen und Patienten in ihrer Selbstbestimmtheit zu unterstützen.“

Die Patientenschulung ist unter folgendem Link kostenlos und ohne Anmeldung abrufbar:
[https://selpers.com/kurs/bestmoegliche-therapie-bei-krebs/]
(https://selpers.com/kurs/bestmoegliche-therapie-bei-krebs/)

Die Unterlagen des Pressegesprächs stehen [hier zum Download]
(https://www.ots.at/redirect/pharmig24) zur Verfügung.

Sie ist mit Unterstützung der folgenden Mitgliedsunternehmen der PHARMIG entstanden: AbbVie, Amgen, AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Bristol Myers Squibb, Janssen, Merck, Merck Sharp & Dohme, Novartis, Pfizer, Roche, Sanofi.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Oktober 2020), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Über selpers: selpers steht für „self“ (englisch: selbst) und „help“ (englisch: Hilfe). selpers unterstützt chronisch kranke Menschen und ihre Angehörigen besser mit der Erkrankung zu leben. Die Online-Kurse bieten fundierte wissenschaftliche Informationen und zeigen, wie man selbst einen wichtigen Beitrag zur Therapie und zur Verbesserung der Lebensqualität leisten kann.

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