Hannes Androsch: „Hoffe auf sehr guten Erfolg von Michael Ludwig“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Hannes Androsch: „Hoffe auf sehr guten Erfolg von Michael Ludwig“

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Wien (OTS) – Anlässlich seines neuen Buches „Was jetzt zu tun ist“ kritisiert der legendäre Politiker und erfolgreiche Industrielle Hannes Androsch im Interview mit der Zeitung Sprich! das Corona-Management der Bundesregierung.

„Im Bildungsbereich sind wir längst Nachzügler“, sagt Androsch in Sprich!. „Bei der Digitalisierung sind wir in Europa sogar Schlusslicht, und bei der Bekämpfung des Klimawandels sind wir weit abgeschlagen. Also, wir sind in vielen Bereichen Nachzügler. Das ist im Zuge der Corona-Krise wie im Brennglas deutlich sichtbar geworden.“

Androsch spricht von Angstmache, „Heilsversprechungen“ und „Chaos“: „Und jetzt, nachdem die Infektionszahlen wieder gestiegen sind, machen wir wieder ‚in Angst‘, im Krisenmanagement aber machen wir ,in Chaos‘ – wie bei der verwirrenden Ampelregelung. Am besten, man würde die Ampel auf blinkend Orange schalten und damit signalisieren „nicht in Betrieb!‘“

Auch in Sachen Konjunkturbelebung stellt Androsch der Bundesregierung ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: „Da ging es in der ersten Phase darum, Liquiditätshilfe zu geben. Aber schon die ist so dilettantisch erfolgt, dass ein Großteil des Geldes bis heute noch nicht ausbezahlt ist! Siehe auch das Fixkostenzuschuss-Debakel.“

Und zum Thema Bildung in Zeiten von Corona spricht Androsch von Zuständen wie in der „Kreidezeit“: „Die große Hilfe von Seiten des Bildungsressorts für die heimische Lehrerschaft lautet jetzt:
„Passt’s auf!“. Aber wie die Lehrer mit den neuen Problemen zurande kommen sollen, ist dem Ressortchef egal. So hat die Digitalisierung in den Schulklassen mit Smartboards und die Ausstattung der Schüler mit Tablets nur ungenügend stattgefunden. Und deshalb leben wir nach wie vor in einer schulischen Kreidezeit – im wahrsten Sinne des Wortes! Das beweist das Versagen der Bundesregierung auch im Bildungsbereich.“

Auch zum Thema „Moria“ äußert sich Androsch in Sprich! leidenschaftlich-kritisch: „Keine verzweifelten Kinder aus dem abgebrannten Moria-Lager in Lesbos aufnehmen zu wollen – das ist einfach eine Schande!“ Diese Haltung der Bundesregierung sei „ein Skandal“ und eine „menschenverachtende Gesinnungslosigkeit“, so Androsch im Interview.

Auch in Sachen Kulturpolitik hätte die Bundesregierung weitgehend versagt: „Die Schweizer haben ihren Künstlern bereits im Mai 271 Millionen Franken ausbezahlt. Bei uns musste als Opfer für das Versagen der Bundesregierung eine Staatssekretärin ausgewechselt werden, damit wenigstens ab Juli etwas in die Gänge gekommen ist“, so Androsch.

In Wien habe man im Vergleich dazu einen „ergebnisorientierten Weg – im Unterschied zu den ständigen leeren Ankündigungen, die da in den Muppet-Shows der Bundesregierung zur Selbstdarstellung und Selbstinszenierung abgespult werden. Nicht umsonst gilt Wien als weltweite Vorzeigegroßstadt. Sonst wäre sie nicht schon jahrelang zur lebenswertesten, grünsten und sichersten Stadt der Welt gewählt worden“, so Androsch.

Aus diesem Grund hofft Hannes Androsch auf den Erfolg von Bürgermeister Michael Ludwig bei der bevorstehenden Wien-Wahl: „Ich kann nur allen empfehlen, diese Vorzeigestadt mit allen ihren hervorragenden kommunalen Dienstleistungen nicht zu gefährden, sondern zu erhalten. Daher hoffe ich, dass Bürgermeister Michael Ludwig einen sehr guten Erfolg – das heißt deutlich über 40 Prozent – erzielen wird.“

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