Grüne Wien/Kraus, Reichelt: AnrainerInnen der Gumpendorfer Straße wollen Verkehrsreduktion und Platz für Bäume, Bänke, Brunnen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Grüne Wien/Kraus, Reichelt: AnrainerInnen der Gumpendorfer Straße wollen Verkehrsreduktion und Platz für Bäume, Bänke, Brunnen

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Wien (OTS) – Die Pläne zur Neugestaltung der Gumpendorfer Straße sorgten bereits länger über die Bezirksgrenzen hinweg für Aufsehen, nun haben die Grünen Mariahilf den nächsten Schritt gesetzt: Die Menschen, die in der Gumpendorfer Straße leben und arbeiten, wurden im großen Stil nach ihren Wünschen für eine Umgestaltung befragt, erklärt Michi Reichelt, Bezirksvorsteher-Stellvertreter der Grünen Mariahilf: „Wir haben im Juli mehr als 2.800 Fragebögen an Anrainer*innen geschickt und weitere in zahlreichen Unternehmen in der Gumpendorfer Straße persönlich abgegeben. Der Rücklauf war enorm.“

Abgefragt wurden die Wünsche der Bevölkerung, unter anderem was Baumpflanzungen und Gestaltung für Fußgänger*innen sowie Verbesserungen für den Rad- und den Öffentlichen Verkehr betrifft. Auch Parkplätze und Durchzugsverkehr waren Thema. „Wir wollten einen Gesamtüberblick, ein Stimmungsbild der Bevölkerung erhalten. Genau das ist sehr gut gelungen“, so Reichelt.

Rund 460 Antwortkarten wurden ausgefüllt zurückgeschickt, was einer enormen Responserate jenseits der 16 Prozent entspricht. „Die Altersspanne der Menschen, die unseren Fragebogen ausgefüllt haben, reicht von 16 bis 88 Jahre. Allein das beweist, wie wichtig dieses Thema für die Betroffenen ist“. Das Ergebnis selbst sei für Reichelt wirklich überraschend ausgefallen. Er habe nicht mit einer derartigen Zustimmung zu den eigenen Vorstellungen gerechnet: „Fast 90% der Anrainer*innen wünschen sich mehr Bäume, rund 70% mehr Platz für FußgängerInnen, dazu mehr Sitzgelegenheiten sowie mehr Brunnen und offenes Wasser. Ein überwältigender Beleg dafür, woran es derzeit in Mariahilf mangelt und was die Bevölkerung dringend braucht“.

Ebenso deutlich fiel das Voting gegen den Kfz-Verkehr auf der Gumpendorfer Straße aus: „Rund 80% der Befragten wollen weniger Durchzugsverkehr, was eindrucksvoll zeigt, wie sehr die Menschen unsere Forderung nach abschnittsweisen Einbahnregelungen unterstützen“.

<a></a> Harald Frey, Verkehrsplaner der TU Wien, bestätigt: „Der Durchzugsverkehr muss aus den Wohngebieten der Bezirke ins höchstrangige Straßennetz verlagert werden. Einbahnführungen in der Gumpendorfer Straße, beispielsweise zwischen Kaunitzgasse und Stiegengasse Richtung stadtauswärts sind eine mögliche Maßnahme, die das Durchfahren vom Gürtel bis zum Getreidemarkt verhindern kann.“

Auch die weiteren Ergebnisse der Befragung sorgten bei den Grünen Mariahilf für Überraschung. So wünscht sich eine Mehrheit Verbesserungen für den Radverkehr: „Derzeit ist die Gumpendorfer Straße keine Strecke, die man gerne mit dem Rad befährt“, weiß auch Reichelt. „Die Bevölkerung unterstützt daher unsere Forderung nach einer familienfreundlichen Gestaltung, damit auch Kinder hier gefahrlos radeln können.“

Die erwähnte Verkehrsreduktion sowie Begegnungszonen auf Kreuzungen wie dem Fritz-Grünbaum- und dem Kurt-Pint-Platz würden ebenso zur Verkehrssicherheit beitragen wie eine Neugestaltung zu einer „echten“ Tempo-30-Zone, so Reichelt und Frey. Überraschend, so der Tenor, dass mehr Menschen Verbesserungen für den Rad- (53%) als für den Öffi-Verkehr (49%) wollen.

Unerwartet kamen für Reichelt auch die Parkplatz-Wünsche der AnrainerInnen: „Es wird oft das Bild vermittelt, dass Menschen in einem dichtverbauten Bezirk mehr Kfz-Stellplätze verlangen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Befragung hat ergeben, dass sich sogar 40% weniger, hingegen gerade mal 18% mehr Parkplätze wünschen. Interessant ist, dass es auch unter Letzteren viele gibt, die mehr Bäume wollen.“ Um dies erfüllen zu können, sei ein Stellplatzkonzept notwendig, so Reichelt: „Ich würde als Bezirksvorsteher proaktiv an die Garagenbetreiber herangehen, um der Mariahilfer Bevölkerung – wie im Grünen Nachbarbezirk Neubau – günstige Stellplätze in Garagen anbieten zu können.“

„Die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, wollen keine Minimalkompromisse, die viel Geld kosten und nichts bringen. Die Menschen wollen nachhaltige Maßnahmen für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität, mit denen auch die Auswirkungen der Klimakrise für die nächsten Generationen reduziert werden. Und wir, die Grünen Mariahilf, wollen das auch und werden die MariahilferInnen dabei unterstützen“, betont Reichelt.

„Die Gumpendorferstraße ist derzeit eine Durchzugsschneiße mit viel Lärm, Abgasen und Verkehr. Wir wollen den Platz in Mariahilf den Menschen als Lebensraum zurückgeben. Die Ergebnisse der Befragung zeigen ganz klar, wie die Wienerinnen und Wiener die Zukunft unserer Stadt sehen. Sie wollen mehr Grün und Schatten sowie eine bessere Aufenthaltsqualität in ihrem Wohnumfeld. Bei zahlreichen Geschäftsbesuchen hat sich ganz klar gezeigt, die Aufwertung der Gumpendorfer Straße ist auch eine große Chance für die Wirtschaftstreibenden vor Ort und stärkt die Unternehmerinnen und Unternehmer in ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, ergänzt der Planungssprecher der Grünen Wien, Peter Kraus.

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