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Grüne Alsergrund wollen den Durchzugsverkehr stoppen

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Wien (OTS) – Die Grünen Alsergrund wollen den Durchzugsverkehr aus dem Alsergrund hinausbringen und den frei werdenden Platz den Menschen zurückgeben. Konkret geht es um drei Straßenzüge, die zumindest teilweise verkehrsberuhigt werden sollen: die Nußdorferstraße, die Alserbachstraße und den Julius Tandler Platz.

<a></a><a></a>Momo Kreutz, Spitzenkandidatin der Grünen am Alsergrund, sieht vor allem am Julius-Tandler-Platz dringenden Handlungsbedarf: „Der Platz ist heute hässlich und eine Hitzeinsel. Hier wird eine Fläche von über 750 Quadratmetern frei. Diese Chance werden wir nutzen, um den Platz zu einem attraktiven Wohnzimmer draußen zu machen: Von der Betonwüste mit rauschendem Verkehr zu einem schattigen Ort, wo Menschen einander gerne treffen, einkaufen gehen und Kinder spielen können. Mehr Lebensqualität, mehr Grätzelzentren, Schatten spendende Bäume, Brunnen und Bankerln.“ Am Julius-Tandler-Platz ist der Durchzugsverkehr für die Bewohner besonders störend, die Straßen sind für den PKW-Verkehr ausgerichtet, Fuß- und Radverkehr leiden darunter. Die Alsergrunder*innen beschweren sich aber auch über den starken Autoverkehr in der Alserbachstraße, der Nußdorfer Straße, der Währinger Straße, der Liechtensteinstraße.

Die Grünen begründen ihre Ideen auf einer Studie der TU Wien:
„Verkehrspolitische Leitprojekte für den Alsergrund“ – im Auftrag der Grünen Bildungswerkstatt Wien. Im Zuge dieser Studie werden Überlegungen zu möglichen Orten der Aufwertung des öffentlichen Raumes angestellt, Maßnahmen zur Umsetzung beschrieben und in Relation zu den großen Zielen der Stadt Wien gesetzt. Die Studie zeigt, dass Unterbrechungen des Durchzugsverkehrs positive Auswirkungen auf die umgebenden Gassen und Straßen haben. In Zeiten der Klima- und Coronakrise braucht der Bezirk mehr attraktive Plätze für die Menschen, die das Einkaufen zu Fuß fördern, und Sicherheit für RadfahrerInnen und Spielraum für Kinder schaffen.

<a></a>Günter Emberger, Forschungsbereichsleiter für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik auf der TU Wien: „Der Alsergrund wird von etlichen Hauptstraßen durchschnitten. Der auf diesen Straßen stattfindende Durchzugsverkehr verursacht Lärm und Abgase und benötigt Platz, der den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alsergrunds fehlt. Ziel muss es daher sein, den Kfz-Verkehr auf die hochrangigen Straßen am Rand des Bezirks zu verlagern. Auf diese Weise kann das Zufußgehen und Radfahren im Bezirk sicherer und attraktiver gemacht und die Lebensqualität der Alsergrundner*innen gesteigert werden. Der öffentliche Raum gehört den Menschen und nicht (nur) den Autos.“

Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Grünen Wien, abschließend:
„In den Neunzigern war der Alsergrund noch ein Vorreiterbezirk. Was jetzt fehlt, ist eine Systemänderung. Wir müssen uns entscheiden: für Menschen oder Autos? Und die grüne Antwort ist klar: für die Alsergrunder*innen!“

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