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vida zu Laudamotion-KV: „WKÖ ist Totengräber von Löhnen, von denen man leben kann“

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Wien (OTS) – „Die Wirtschaftskammer und Ryanair sind die Totengräber von Löhnen, von denen man leben kann“, kritisiert Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, dass die WKÖ bereits „den ihr von der Wiener Ryanair-Tochter Laudamotion aufs Auge gedrückten Kollektivvertragsvorschlag für das Bordpersonal der Billigairline ohne mit der Wimper zu zucken“, unterschrieben hat. Die vida werde sich jedenfalls nicht erpressen lassen und keinen KV unterzeichnen, der mit 848 Euro Netto-Einstiegsgehalt für FlugbegleiterInnen klar unter der Mindestsicherung in Wien (917 Euro) und noch deutlicher unter der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle 2019 von 1259 Euro im Monat für eine Person liegt, stellt Liebhart fest und betont: „Bei der Lohn-und Sozialdumpingspirale nach unten ist die Wirtschaftskammer offensichtlich bereit, sämtliche Tabus zu brechen. Diese Entwicklung muss gestoppt werden.“

„Der Erhalt der Arbeitsplätze für die Kolleginnen und Kollegen auf der Wiener Lauda-Basis mit fairen Arbeitsbedingungen und Löhnen, mit denen man auch den Lebensunterhalt finanzieren kann, ist uns natürlich sehr wichtig. Deshalb werden wir unserem Kollektivvertragspartner WKÖ noch heute einen Gegenvorschlag für KV-Verhandlungen unterbreiten“, kündigt Liebhart an.

Der vida-Gewerkschafter verweist gleichzeitig darauf, dass in Österreich mit der Corona-Kurzarbeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Instrument geschaffen wurde, mit dem die Republik und die SteuerzahlerInnen die Personalkosten für die Arbeitgeber bis zu 6 Monate übernehmen. „Es besteht daher keine Notwendigkeit, dass Laudamotion einen derartigen Druck auf seine Beschäftigten ausübt und mit der Stationsschließung sowie dem Verlust aller Arbeitsplätze auf der Wiener Basis droht. Denn wie viele andere bekommt auch dieses Unternehmen Millionen an österreichischen Steuergeldern aus dem Kurzarbeitstopf zur Abdeckung der Personalkosten. Somit fallen kaum Personalkosten während des Corona-Groundings an“, ist Liebhart empört.

„Wir hoffen, dass die WKÖ endlich aufwacht und im Sinne einer funktionierenden österreichischen Sozialpartnerschaft jetzt endlich mit uns faire und rechtskonforme Spielregeln festlegt, die das Laudamotion-Personal zu keinen Working Poor in Österreich machen“, bekräftigt Liebhart.

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