BMBWF und BMAFJ setzen Empfehlung des Rechnungshofs und der EU-Kommission um | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

BMBWF und BMAFJ setzen Empfehlung des Rechnungshofs und der EU-Kommission um

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Wien (OTS) – Ab 1. Jänner 2021 werden die Bildungs- und Jugendagenden für Erasmus+ sowie für das Europäische Solidaritätskorps gesamthaft von Österreichs Nationalagentur der OeAD-GmbH (Österreichischer Austauschdienst) betreut. Das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung erfüllen mit dieser Entscheidung Empfehlungen des Rechnungshofs und der EU-Kommission. Der Rechnungshof empfahl in einem den Ministerien vorliegenden Rohbericht nach einer Prüfung des Erasmus+ Bildungsprogramms, dass eine gemeinsame Nationalagentur zur Programmabwicklung eingerichtet wird. Das ist auch eine langjährige Forderung der EU-Kommission.

Bundesministerin Aschbacher hält fest: „Auf EU-Ebene werden derzeit die neuen Programme im Schul-, Hochschul- und Jugendbereich verhandelt und die Prioritäten und Zielsetzungen genau aufeinander abgestimmt. Daher haben wir uns gemeinsam auf nationaler Ebene dazu entschieden, die Gesamtabwicklung von Erasmus künftig in einer Nationalagentur zu bündeln. Der OeAD hat bei der Umsetzung von europäischen Programmen sehr viel Erfahrung, sodass wir bei der Bündelung der Agenden einen reibungslosen Übergang sicherstellen können. Gleichzeitig soll die bisher gute Qualität der Organisation und Betreuung gemeinsam mit den Ländern weiter verbessert und ausgebaut werden.“ Die Einrichtung der gemeinsamen Nationalagentur wird darüber hinaus keine Auswirkung auf die Verteilung der zur Verfügung stehenden Fördermittel für das Jahr 2020 haben. Hierbei kommt es zu keiner Veränderung im Vergleich zum Vorjahr.

Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps haben beide das Ziel, Menschen aus Österreich Auslandsaufenthalte zu ermöglichen, europäische Kooperationen zu fördern und der österreichischen Bildungs- und Jugendpolitik internationale Impulse zu geben. Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann betont: „Der OeAD verfügt über langjährige Expertise bei der Abwicklung von europäischen und internationalen Mobilitäts- und Kooperationsprogrammen. Künftig wird eine Nationalagentur die Erasmusprogrammteile Bildung und Jugend abdecken. Administrative Prozesse wie Auswahlverfahren, Bewerbungen, das Controlling sowie Auswertungen werden damit effizienter und mit größerer Transparenz erfolgen.“

Der OeAD ist bereits seit 28 Jahren mit der Abwicklung des Programms Erasmus+ Bildung betraut und ist eine GmbH im Eigentum des Bundes. Er verwaltet bereits derzeit Fördermittel in der Höhe von 50 Millionen Euro. Die Zusammenführung der Abwicklung hat keinerlei Auswirkung auf die Ausschreibungsprioritäten oder auszuzahlenden Fördermittel. Es soll dabei größtmögliche Kontinuität bei den Förderungen sichergestellt werden.

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