Meinl-Reisinger in ÖSTERREICH für Bildungspflicht ab vier | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Meinl-Reisinger in ÖSTERREICH für Bildungspflicht ab vier

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Wien (OTS) – Im Interview für das am Freitag erscheinende Magazin INSIDER in ÖSTERREICH spricht sich NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger für eine Ausweitung der Bildungspflicht aus. Meinl-Reisinger: „Wir reden von Deutsch-Förderklassen in der Volksschule, aber wir müssen unser Augenmerk schon auf die Kindergärten legen. Ich bin für eine Bildungspflicht ab vier. Das bedeutet ganz klar ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr.“

Beate Meinl-Reisinger kritisiert, dass es nicht mehr ganztägige Angebote gibt: „Da ist nichts weitergegangen. Das Modell entspricht nicht mehr der heutigen Arbeitswelt. Dass immer jemand daheim ist, wenn die Kinder zu Mittag aus der Schule kommen, mag gewissen Kreisen gefallen, kommt aber praktisch kaum mehr vor. Wenn ich dran denke, dass viele Schüler zwar vier Stunden lang in der Schule deutsch – aber dann acht, zehn Stunden eine andere Sprache sprechen und hören, in der Familie, bei den Freunden, im Fernsehen oder auf dem Computer, kann auch nichts weitergehen. Da bringen freiwillige Angebote nichts, da muss es auch verpflichtende Angebote geben. Da würde ich auch strenger sein.“

Die Neos-Chefin lässt auch kein gutes Haar an der türkis-grünen Regierung. Sie sei nicht unglücklich, dass es zu keiner Dreierkoalition gekommen sei. Meinl-Reisinger: „Ich bin froh, dass meine Unterschrift nicht unter diesem Regierungspakt steht. Ich glaube nicht, dass so ein Regierungsprogramm bei unseren Mitgliedern Zustimmung gefunden hätte. Eingriffe, wie die Präventivhaft, sind einfach rote Linien. Das wäre in keinem Regierungsprogramm mit uns gestanden.“

Auf die Frage, ob sie Verständnis für Pamela Rendi-Wagner hätte, ihrer Partei die Vertrauensfrage zu stellen, antwortet Meinl-Reisinger: „Ich kann nur als Medienkonsumentin sprechen: Nein -aber als paradoxe Intervention war das nicht unoriginell. Da ist die SPÖ dabei, Tritt zu fassen und dann stellt sie sich hin und macht das. Meine erste Frage war: Warum? Frei nach Torberg: Gott soll abhüten, dass ich je in eine solche Lage komme.“

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