ÖGB-Reischl zu AMS-Daten: „Österreich braucht eine Arbeitsmarkt-Offensive statt Druck auf Arbeitslose“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ÖGB-Reischl zu AMS-Daten: „Österreich braucht eine Arbeitsmarkt-Offensive statt Druck auf Arbeitslose“

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Wien (OTS) – Die aktuellen Arbeitslosendaten zeigen, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich erneut sinkt. „Diese Zahlen sind erfreulich, sie jetzt aber einfach hinzunehmen und sich darauf auszuruhen, wäre jetzt der falsche Schritt“, kommentiert die Leitende ÖGB-Sekretärin Ingrid Reischl die Arbeitslosenstatistik des AMS. „Österreich braucht jetzt eine Arbeitsmarktoffensive statt Druck auf Arbeitslose.“ Bei 420.701 Arbeitslosen inklusive SchulungsteilnehmerInnen, die 71.582 offenen Stellen gegenüberstehen könne man nicht von Arbeitsverweigerern sprechen. „Das geht sich beim besten Willen nicht aus“, so Reischl in Richtung Arbeitsministerin Christine Aschbacher.

Angesichts dessen, dass die Arbeitslosigkeit 2020 wieder steigen wird, wie wifo und IHS prognostizieren, müssen für Arbeitslose mit schlechten Vermittlungschancen flächendeckende Beratungs- und Betreuungseinrichtungen ausgebaut werden. Auch diesen Monat ist die Arbeitslosigkeit von Menschen über 50, Personen mit Behinderung und Personen mit sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen gestiegen. Diese Gruppen würden überhaupt nicht von der guten Konjunktur profitieren, so Reischl.

„Der Zugang zu sinnvollen Qualifikationsmaßnahmen muss für diese Gruppe gesichert sein und die Arbeitsmarktpolitik soll sich weiter an Zielgruppen – Ältere, Frauen, Behinderte, Langzeitbeschäftigungslose und Jugendliche – und nicht an Computermodellen orientieren“, fordert Reischl. Ziel sei die persönliche Stabilisierung und Heranführung an Ausbildungs- und Vermittlungsfähigkeit.

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