Amnesty-Briefmarathon 2019: Junge Aktivist*innen im Rampenlicht | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Amnesty-Briefmarathon 2019: Junge Aktivist*innen im Rampenlicht

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Wien (OTS) – Von der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung bis hin zu großen Protestbewegungen in Ländern wie Chile, Hongkong oder Irak:
Der Einsatz und die Stimmen junger Menschen haben im Jahr 2019 die ganze Welt bewegt. Dabei gehen junge Menschen oft große Risiken ein, wenn sie sich für Freiheit, gleiche Chancen und Klimagerechtigkeit einsetzen.

Amnesty International legt daher mit dem Briefmarathon 2019, dem weltweit größten Menschenrechtsevent, einen Schwerpunkt auf den mutigen Einsatz junger Menschen und deren Rechte. In Österreich bündeln zwischen 2. und 16. Dezember Amnesty-Unterstützer*innen für Menschenrechtsverteidiger*innen und Aktivist*innen in Griechenland, auf den Philippinen und im Südsudan ihre Kräfte. Ziel ist es, Millionen Solidaritätsnachrichten und Appelle an Betroffene und Behörden zu schicken. In Österreich nehmen jedes Jahr Tausende Menschen teil.

„In diesem Jahr zelebriert der Briefmarathon jene junge Menschen, die sich – oft unter widrigen Bedingungen – für andere einsetzen und deren Menschenrechte bedroht sind. Egal ob Jung oder Alt – zeigen wir Solidarität und stehen wir Seite an Seite mit jungen Menschen, die unsere Welt verändern“, sagt Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich.

„Ich engagiere mich beim Briefmarathon von Amnesty International, weil ich in der immer mehr vom Konsum überlagerten Vorweihnachtszeit ein Signal für mehr Solidarität und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft setzen will. Dass der Briefmarathon 2019 die zahlreichen jungen Aktivist*innen in den Mittelpunkt stellt, würdigt nicht nur deren wichtigen Einsatz – vom Klimaschutz bis zu den ehrenamtlichen Rettungsschwimmer*innen vor der griechischen Küste. Es hält uns Erwachsenen zugleich den Spiegel vor und ruft uns alle zu mehr Mut und Einsatz für die Verteidigung der Menschenrechte auf“, sagt Lukas Pellmann, Buchautor und Unterstützer des Briefmarathons 2019.

„Ununterbrochen passieren schreckliche Dinge auf dieser Welt, Menschen werden zu Unrecht eingesperrt oder sogar getötet. Der Briefmarathon bietet mir und vielen anderen die Möglichkeit, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu tun. Und es ist noch dazu ganz einfach“, sagt Livia Machowetz-Müllner, die 16-Jährige organisiert seit einigen Jahren Briefmarathon-Aktionen an ihrer Schule.

In Österreich findet der Briefmarathon 2019 vom 2. bis 16. Dezember statt, Tausende Menschen unterstützen in diesen zwei Wochen:

[Sarah Mardini und Seán Binder, zwei ehrenamtliche Rettungsschwimmer*innen auf Lesbos, Griechenland]
(https://action.amnesty.at/angeklagt-weil-sie-leben-retten). Die
beiden halfen dabei, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Sie hielten ehrenamtlich nach gestrandeten Flüchtlingsbooten Ausschau und versorgten die Ankommenden. Doch Griechenland geht hart gegen Menschen vor, die versuchen, Geflüchteten das Leben zu retten. Anstatt ihre essentielle humanitäre Arbeit zu würdigen, ermittelt die Polizei wegen Schlepperei und Spionage gegen Sarah und Seán. Ihnen drohen bis zu 25 Jahre Haft. Amnesty fordert, dass die Anklage gegen die beiden fallengelassen werden.

[Marinel Ubaldo, Klimaaktivistin von den Philippinen]
(https://action.amnesty.at/mit-marinel-fuer-klima-gerechtigkeit): Als
sie 16 Jahre alt war, wurde ihr Dorf auf der Insel Samar von dem Super-Taifun Yolanda völlig zerstört. Marinel hatte Glück im Unglück, doch über 6.000 Menschen auf den Philippinen starben und Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Seitdem kämpft Marinel dafür, dass Regierungen auf der ganzen Welt etwas gegen die Folgen der Klimakrise tun. Amnesty unterstützt Marinel in ihrem Kampf für Klimagerechtigkeit.

[Magai Matiop Ngong, Südsudan]
(https://action.amnesty.at/lasst-magai-leben), war 15 Jahre alt, als
sich bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen aus seiner Pistole versehentlich ein tödlicher Schuss löste. Magai wurde festgenommen, des Mordes angeklagt und 2017 zum Tode verurteilt. Das Verhängen der Todesstrafe gegen Jugendliche ist nach internationalem Recht verboten. Erst nach seiner Verurteilung bekam Magai Zugang zu einem Anwalt. Noch immer wartet er auf die Anhörung seiner Berufung. Amnesty fordert, dass das Todesurteil gegen Magai aufgehoben wird.

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