Prozess gegen Dr. L: Schraubenzieher im Bauch, Penis durchgenagelt, trotzdem alles normal? | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Prozess gegen Dr. L: Schraubenzieher im Bauch, Penis durchgenagelt, trotzdem alles normal?

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Graz, Hartberg (OTS) – Mein Name ist Miriam Lopatka, ich bin 24 Jahre alt und habe meine ganze Kindheit hindurch unter meinem Vater gelitten, der mir ab dem 12. Lebensjahr ohne entsprechende Indikation schwere Beruhigungsmedikamente verabreichte. Mit 18 Jahren gab er mir hochdosiertes Morphium, so wurde ich abhängig. Er spritzte meiner Schwester Benzodiazepine und Morphium und brachte sie in schwere Abhängigkeit. Ihren kalten Entzug ließ er unbehandelt.

Als ich ein Teenager war, rammte er sich einen Schraubenzieher in den Bauch und zwang mich, diesen herauszuziehen. Einmal hat er sich vor unseren Augen die Pistole an die Schläfe gehalten. Er drohte oft mit Selbstmord, es war Psychoterror. Unser Bruder musste dem eigenen Vater Narkosemittel spritzen. Er stach viele Male, bis er eine der vernarbten Venen traf. Auch meine Schwester musste ihm Spritzen setzen, es war eine Tortur.

Mein Vater hat auch mitgefilmt, wie er uns als Kleinkindern Zigaretten und Bier gab. Auf dem Video (das wir erst vor kurzem entdeckten) sieht man, wie wir vor Betrunkenheit vom Sessel gefallen sind. Ihn hat das gefreut: https://vimeo.com/341216453

Er hat uns auch grundlos Spielzeug oder unsere Haustiere weggenommen und zum Streiten aufgewiegelt – es hat ihm Freude bereitet, wenn wir weinten. Nun sagt die Gutachterin Adelheid Kastner, dass mein Vater „keine höhere Abartigkeit“ aufweise. Ihm sei es um die „eigene Bedürfnisbefriedigung und um das Erhaschen von Mitleid und Aufmerksamkeit“ gegangen. Es sei nie seine Absicht gewesen, uns Schaden zuzufügen. Er selbst bezeichnete sich hingegen als „schwerst krank“.

Eine Angestellte seiner Ordination berichtet von seinem hohen Eigenkonsum an Narkosemitteln, Morphium und Valium, von einer Anstiftung zur Suchtgiftbuchfälschung, und dass er auch gegenüber seiner Angestellten mit Suizid gedroht habe. Doch im Gutachten von Kastner heißt es nun, sein abnormes Verhalten trete ausschließlich innerhalb der Familie auf, obwohl wir ja auch seine Patienten waren. Unsere Anwälte haben die Beiziehung eines weiteren bzw. anderen Gutachters beantragt. Dieser Antrag wurde vom Richter abgelehnt.

Meiner Schwester händigte er einmal in ihrer Abhängigkeit ihr benötigtes Morphium nur unter der Bedingung aus, dass sie Fleisch isst. Unser Vater wusste, dass sie Vegetarierin ist. In ihrer Not tat sie es auch, doch erbrach sie alles in der Gegenwart des Vaters wieder. Aber laut Kastner geschah das nicht, um meine Schwester zu quälen, sondern vmtl. weil der Angeklagte wohl (sinngemäß) „eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch gewährleisten wollte“. Dass unser Vater nicht die geringste Empathie für seine Opfer zeigt und nicht die geringste Reue für seine Taten, dass er vor Gericht immer wieder der Lüge überführt wurde, fand keine Berücksichtigung im Gutachten.

Aufgrund des quälenden Verhaltens unseres Vaters in unserer Kindheit und Jugendzeit leide ich unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Eine Schwester leidet schwer unter Depressionen und psychosomatischen Symptomen. Meine andere Schwester leidet ebenfalls unter posttraumatischer Belastungsstörung und mein Bruder unter einer Angststörung. Das beschönigende Gutachten von Frau Kastner ist uns unerklärlich und stellt für uns eine Verhöhnung unserer Leidensgeschichte dar.

Nach dem ersten Freispruch unseres Vaters haben wir eine Strafanzeige gegen Richter Rom erstattet, dies u.a. deswegen, weil er belastende Zeugen und Beweismittel nicht zugelassen hatte und uns massiv verächtlich gemacht hatte. Der Freispruch wurde von vielen Juristen und Opferschützern kritisiert. Nach 17 Monaten bekamen wir die Mitteilung von der Staatsanwaltschaft, dass „kein Anfangsverdacht“ bestünde. Die Anzeige war offensichtlich an das Justizministerium berichtspflichtig. Ob diese Einstellung einen politischen Hintergrund hatte, wissen wir nicht. Wir wollten das Verfahren per Antrag an ein Gericht in einem anderen Bundesland verlegen lassen, was allerdings abgelehnt wurde.

Inzwischen hat sich auch der Tatort unseres Martyriums in einigen Zügen angenommen:

[https://www.ots.at/redirect/tatort]
(https://www.ots.at/redirect/tatort)

[https://www.ots.at/redirect/tatortwien]
(https://www.ots.at/redirect/tatortwien)

Bitte unterstützen Sie diese Film-Doku über den Fall Dr. L.:
[https://www.ots.at/redirect/respektnet]
(https://www.ots.at/redirect/respektnet)

Aktuelle parlamentarische Anfrage zum Fall:
[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/J/J_03677/index.shtml]
(https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/J/J_03677/index.shtml)

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