Schnabl/Sidl: Wollen Vitamine statt Pestiziden auf unseren Tellern | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Schnabl/Sidl: Wollen Vitamine statt Pestiziden auf unseren Tellern

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St. Pölten (OTS) – Zahlreiche Studien haben es bereits bestätigt: Das Pflanzengift Glyphosat stört die Darmflora von Honigbienen und macht sie damit anfälliger für Infektionen. Dazu wird es als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Unsere Honig- und Wildbienen und unsere Insekten sind in Gefahr: „Bienengifte und die Zerstörung ihrer Lebensräume setzen ihnen zu. Glyphosat und ähnliche Pestizide können die menschliche Gesundheit beeinflussen, in Böden und Grundwasser eindringen. Damit belasten sie unsere Umwelt und werden zu einer Bedrohung von Bienen, bestäubenden Insekten und anderen Lebewesen. Bienen und alle anderen Insekten sind aber Garant für unsere Lebensmittelproduktion: Denn ohne Bienen geht gar nichts -kein Honig, aber vor allem viele Nutzpflanzen, die nicht bestäubt werden und in Folge keine Ernte bringen. Wir fordern daher ein europaweites Verbot von Glyphosat und anderen Pestiziden – Biosaat statt Glyphosat“, erklärt der niederösterreichische Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Landtagsabgeordneter Dr. Günther Sidl. Für ihn sei es unverständlich, dass die ÖVP in Niederösterreich durch eine „Notverordnung“ die Anwendung von Glyphosat wieder ermöglicht. „Das Allround-Pestizid tötet Pflanzen wahllos ab, auch solche, die für viele Tiere überlebenswichtig sind. Monotone Ackerflächen ohne Insekten oder Vögel sind die Folge“, warnt Sidl, der darauf hinweist, dass die Populationen von Haus- und Wildbienen sowieso schon stark geschrumpft sind. In manchen Ländern müssen Obstbäume bereits mit der Hand bestäubt werden, weil es nicht mehr genug Bienen gibt.

Wahrscheinlich sei es eine Kombination verschiedener Faktoren, die für den Rückgang der Bienenpopulation verantwortlich ist: Schädlinge wie die Varroamilbe, ein fehlendes Nahrungsangebot für die Insekten, Einflüsse durch chemische Pflanzenschutzmittel und veränderte klimatische Bedingungen. Die Aussage „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ hat absolute Berechtigung, erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl und weist darauf hin, dass morgen der „Tag der Biene“ ist und bezeichnenderweise am Tag der EU-Wahl, dem 26. Mai, der österreichweite „Tag des offenen Bienenstocks“. „Schwarz-blau lässt es zu, dass mit dem Pflanzenkiller Glyphosat unsere noch weitgehend gesunde Umwelt nachhaltig geschädigt wird. Ganz abgesehen davon, dass sich durch dieses Gift die Artenvielfalt verändert, gelangt es auch in unsere Nahrungskette – und dem ist von einer verantwortungsbewussten Politik ein Riegel vorzuschieben“, sagt Schnabl: „Wir wollen alle nicht, dass auf unseren Tellern vergiftete, möglicherweise krebserregende Lebensmittel liegen – die Menschen erwarten sich Vitamine statt Pestiziden auf ihren Tellern. Schwarz-Blau handelt verantwortungslos, in dem sie die Agrarlobby hofieren – denn die Leidtragenden sind wir alle!“

„Es muss ins kollektive Bewusstsein dringen, dass saubere Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken und fruchtbare Böden nicht kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung stehen. Und eines ist klar: Es wird nicht funktionieren, von den BürgerInnen zu verlangen, im Einklang mit der Natur zu leben, wenn das System um sie herum darauf keinerlei Rücksicht nimmt“, sagen Sidl und Schnabl: „Profitgier und die Interessen der Konzerne dürfen nicht vor den Interessen der Menschen und deren Bedürfnissen nach einer lebenswerten Umwelt, alternativen Energiequellen, gesunden Lebensmitteln und sauberem Wasser gestellt werden.“

„Anstatt die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen beim Einsatz von Pestiziden einem transparenten und nachvollziehbaren Verfahren auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu unterziehen, geht man leider auf europäischer Ebene vor der Agrar-Chemie-Lobby in die Knie und versucht, die Wahrheit zu verschleiern. Diese Pro-Konzernpolitik braucht ein starkes sozialdemokratisches Gegengewicht“, fordern die beiden ein Umdenken. Außerdem wiesen die beiden sozialdemokratischen Politiker auf die hohe Qualität der landwirtschaftlichen Produkte in Österreich hin: „Die EU muss niederösterreichischer werden – beispielsweise bei der Top-Qualität unserer Lebensmittel, dem hohen Bioanteil und der Wasserversorgung im Eigentum der BürgerInnen!“ Mit dem Verbot von Glyphosat ist ein Umdenken in der Landwirtschaft zu Qualität statt Masse sowie natur-und bodenschonendes Bewirtschaften der landwirtschaftlichen Flächen verbunden.

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