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Elektrosmog und die Folgen

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Im 21. Jahrhundert ist man beinahe vollständig von drahtloser Technologie und Strom umgeben. Daher ist es keine Überraschung, dass sich immer mehr Menschen Sorgen über die negativen Auswirkungen des sogenannten Elektrosmogs auf die Gesundheit machen. Elektrosmog ist die unsichtbare elektromagnetische Strahlung, die durch den Einsatz von Funktechnologie und Netzstrom entsteht. Die häufigsten Quellen sind Mobiltelefone, drahtlose Netzwerke, schnurlose Babymonitore und schnurlose Telefone. Es wird allgemein angenommen, dass Elektrosmog existiert, aber ob er tatsächlich zu Krankheiten beiträgt, ist noch nicht vollkommen bewiesen.

Dennoch, ein als Elektrosensibilität oder Elektrohypersensibilität bezeichneter Zustand wurde bereits auf Elektrosmog zurückgeführt, mit unangenehmen Symptomen wie Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit, Depressionen oder Hautbeschwerden. Viele, die glauben, dass sie an dieser Erkrankung leiden, werden große Anstrengungen unternehmen, um sich vor Elektrosmog zu schützen, indem sie die Computernutzung einschränken und nur über das Festnetz telefonieren. In Ausnahmefällen kommt es aber gar zu drastischere Maßnahmen wie das Auflegen von Tapeten mit Folie und das versiegeln von Fenstern, um den Smog aus der Außenwelt aus dem Haus zu halten. Allerdings haben Studien gezeigt, dass es nicht Mobiltelefone und elektrische Felder sind, die krank machen, sondern dass manche Menschen diese sogenannte Elektrosensitivität entwickeln, die dann selbst die erwähnten Symptome verursachen kann. Das Tempo, mit dem sich Technik und Innovationen fortbewegen, und Konsumenten immer neue und moderne Geräte in ihrem Haushalt benutzen, macht die Frage nach Elektrosmog wichtiger denn je.

Die verstorbene amerikanische Wissenschaftlerin Nancy Wertheimer führte umfangreiche Untersuchungen durch, um die Auswirkungen niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Kindersterblichkeit zu untersuchen. Ihre Untersuchungen belegen eine Korrelation zwischen einer höheren Kindersterblichkeit und einer konstanten Belastung durch niederfrequente Felder. In ihren Studien starben Kinder, die in der Nähe von Transformatorstationen oder ähnlichen Einrichtungen schliefen, zwei bis drei Mal häufiger an Leukämie als Kinder, die in Schlafzimmern ohne elektromagnetische Felder geschlafen haben. Außerdem entwickelten Kinder, die in einem Umkreis von 50 Metern von einem Hochspannungsmast lebten, häufiger an Leukämie als Kinder, die dies nicht taten – bis zu 70% höher. Die wirkliche Auswirkung wird man allerdings in vielen Jahren sehen, wenn weitere Studien finalisiert und die Langzeitfolgen von Elektrosmog ausreichend analysiert werden konnten.

Unabhängig davon, ob man sich Sorgen über die Auswirkungen des sogenannten Elektrosmogs macht oder zu den Menschen gehört, die es als unbewiesen abtun, kann man dennoch an einer Minimierung mitwirken – und so zumindest auf seine Mitmenschen Rücksicht nehmen. So sollte man beispielsweise sein Mobiltelefon über Nacht, oder bei nichtgebrauch abstellen. Ähnlich verhält es sich mit Computern oder Fernsehern. Anstelle diese auf Standby laufen zu lassen und somit Elektrosmog zu akkumulieren, sollten diese stattdessen schlichtweg abgestellt werden. Dies führt nicht nur zu einer Minderung des Smogs, aber wird zudem den positiven Nebeneffekt einer niedrigeren Stromrechnung am Ende des Monats mit sich bringen.   

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