Bißmann/Bohrn Mena: Bienensterben aufhalten, Artenvielfalt nicht gefährden! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Bißmann/Bohrn Mena: Bienensterben aufhalten, Artenvielfalt nicht gefährden!

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Wien (OTS) – Am 20. Mai 2018 wird erstmals der Welt-Bienen-Tag begangen, den die Vereinten Nationen 2017 beschlossen haben. Damit soll auf die Wichtigkeit der Bienen für unseren Planeten und die Pflanzenvielfalt hingewiesen werden. Diese Maßnahme zur Bewusstseinsbildung ist angesichts des dramatischen Rückgangs der Bienen-Bestände in Europa in den vergangenen Jahren umso wichtiger.

„Für uns als Fraktion, die sich dem Schutz von Umwelt & Tieren besonders verschrieben hat, ist das sehr wichtig. Die Rolle der Bienen ist so bedeutsam für unser Ökosystem und gleichzeitig ist sie hoch bedroht. In den nächsten 25 Jahren sollen etwa rund 200 der 600 Wildbienenarten in Deutschland aussterben – ein Resultat der ständig intensivierten Landwirtschaft und des Einsatzes von Insektiziden. Es ist daher hoch an der Zeit aktiv zu werden und langfristig nachhaltige Lösungen zu finden“, fordern Umweltsprecherin Martha Bißmann und Tierschutzsprecher Sebastian Bohrn Mena.

Die EU hat bereits 2013 ein Teilverbot für drei Neonicotinoide erlassen, die besonders große Schäden bei Bienen hervorrufen. Das Verbot zeigte Wirkung, aktuelle Studien zeigen, dass bereits vier Fünftel der Proben frei von Neonicotinoiden sind. Die nun beschlossene weitere Verschärfung auf europäischer Ebene, wonach ab 1.1.2019 die Anwendung im Freien gänzlich verboten ist, könnte nach Einschätzung von Experten aber dennoch nicht ausreichen.

„Wir begrüßen natürlich den jüngsten Beschluss der EU-Staaten. Doch es ist kritisch zu hinterfragen, ob damit langfristig das Ziel erreicht wird, die Bienen wirklich zu schützen. Denn es ist zu befürchten, dass der Umstieg auf andere Spritzmittel zu nicht absehbaren Folgen führt. Diese Entwicklungen müssen ebenfalls sehr genau beobachtet und zwischenzeitlich gezielt Methoden gefördert werden, die den Insektenbefall auf natürliche Weise mindern“, so Bißmann und Bohrn Mena.

Am 22. Mai wird jährlich das Übereinkommen der Vereinten Nationen über biologische Vielfalt gefeiert, welches 1992 in Nairobi geschlossen wurde. Es ist heute mit 196 Vertragsstaaten eines der erfolgreichsten Abkommen der UNO. Darin werden der Schutz der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile geregelt. Österreich hat das Abkommen 1994 ratifiziert.

„Die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren zu erhalten ist das oberste Gebot zum Schutz des Erbes unserer Natur. Wir haben eine historische Verantwortung auch gegenüber nachfolgenden Generationen, einen Beitrag zu leisten, die Schätze unserer Umwelt zu erhalten. Man muss daher jede Maßnahme, die sich negativ auf Klima, Gewässer, Böden und Luft auswirken, ganz besonders kritisch betrachten und nach Möglichkeit verhindern“, sagen Bissmann und Bohrn Mena.

Die österreichische Biodiversitäts-Strategie 2020+ wurde innerhalb des Rahmens der EU-Biodiversitätsstrategie erstellt, welche einen Stopp des Verlusts an biologischer Vielfalt bis zum Jahr 2020 vorsieht. Hierbei sind insbesondere Maßnahmen zur Erreichung von Verbesserungen beim Klimaschutz, der Luftreinhaltung sowie eine Verringerung der Bodenversiegelung vorgesehen.

„Täglich gehen riesige Flächen an natürlichem Lebensraum in Österreich durch Bebauung verloren, die Interessen der Wirtschaft stehen fast immer über jenen von Natur und Tieren. Auch in diesem Lichte warnen wir die Regierung anlässlich des Tages der Artenvielfalt erneut und eindringlich davor, unsere Verfassung dahingehend zu ändern, dass die ungehinderte Profitmaximierung der Konzerne als Staatsziel verankert und der Umweltschutz aufgeweicht wird“, halten Bißmann und Bohrn Mena fest.

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