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Die Föderation setzt sich seit Jahren für ein besseres Miteinander ein

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Wien (OTS) – Die Türkische Föderation Österreich ist eine Organisation, die sich nun mehr als vierzig Jahren im sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Miteinander gemäß den Vorgaben des österreichischen Vereinsgesetzes in Österreich engagiert. Von den ersten Jahren der Gründung bis heute pflegen wir tadellose sowie konstruktive Beziehungen zu sämtlichen österreichischen Behörden, vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Sicherheit. In diesem Zusammenhang möchten wir auch unterstreichen, dass unsere Organisation nicht nur einen ausgezeichneten Leumund besitzt, sondern sich seit ihrer Gründung stets aktiv für ein friedliches und besseres Zusammenleben in Österreich einsetzt. Dieser Umstand wurde in der Vergangenheit auch seitens der Vertreter der österreichischen Politik oftmals gelobt und hochgeschätzt. Hochrangige Politikerinnen und Politiker aus fast allen Fraktionen drückten als Gäste unserer zahlreichen Veranstaltungen ihre Wertschätzung uns gegenüber aus.

Transnationale Konflikte nicht auf dem Rücken
türkischstämmiger MitbürgerInnen austragen

Mit Bedauern müssen wir aber nun feststellen, dass die wachsenden politischen Differenzen zwischen Österreich und der Türkei auf internationaler Ebene, das politische sowie gesellschaftliche Klima stark belasten. Dadurch wird auch der Ruf unserer Organisation in Mitleidenschaft gezogen. Die Türkische Föderation ist sicherlich nicht an der Verschlechterung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Staaten verantwortlich, sondern hat diesbezüglich fortwährend eine versöhnliche Brückenfunktion zwischen diesen beiden Nationen eingenommen. Ein weiteres Resultat dieses negativ behafteten Diskurses ist, dass als Ergebnis dieser Polarisierung die Türkische Föderation ohne jeglichen Anlass immer wieder zur medialen und öffentlichen Zielscheibe erklärt wird. Dabei hat sich weder die Ausrichtung noch das Tätigkeitsfeld unseres Vereines in den letzten Jahren verändert. Klar ist: Weder unser Vorstand noch unsere Mitglieder haben einen Einfluss auf das politische Geschehen in der Türkei. In keinerlei Hinsicht wurde die Innenpolitik der Türkei nach Österreich gebracht. Im Gegenteil, die Türkische Föderation hat einen kontinuierlichen Beitrag für das soziale, friedliche Miteinander geschaffen. Es stehen viele Herausforderungen im Bereich der Integration an, wie etwa Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnraum und ähnliches, und wir als Türkische Föderation möchten einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung dieser Lebensbereiche leisten.

Klare Distanzierung vom Faschismus und Rechtsextremismus

Die Anschuldigungen gegenüber unserer Organisation und unseren Mitgliedern, dass eine Nähe zum Faschismus oder dem Rechtsextremismus gegeben sei, lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab. Nicht nur unter unseren Mitgliedern, vor allem auch in unserem Vorstand, befinden sich Angehörige verschiedenster Ethnien und Nationalitäten. Insbesondere die Beziehung zu unseren kurdischen Mitmenschen basiert ausschließlich auf gegenseitiger Wertschätzung und freundschaftlicher Verbundenheit – etwas anderes ist für unser Selbstverständnis der gesellschaftlichen Interdependenz nicht denkbar.

Soziales und ehrenamtliches Engagement als
Selbstverständlichkeit

Im Rahmen der Flüchtlingskrise haben wir aktiv in der Krisenintervention mitgewirkt und ohne Auftrag vollkommen ehrenamtlich, mit einer Selbstverständlichkeit, für die Versorgung von 20.000 Flüchtlingen in Österreich gesorgt. KurdInnen, JesidInnen als auch syrische Flüchtlinge mit muslimischer oder christlicher Angehörigkeit wurden seitens unserer Organisation in unseren Räumlichkeiten mit dem größten Einsatz verpflegt, versorgt und betreut. Alleine diese Tatsache macht deutlich, dass unser Zugang zur Heimatliebe für die Türkei oder auch für Österreich ausschließlich patriotischer und inklusiver Natur ist und Rassismus als auch Rechtsradikalismus keinen Platz in unseren Reihen haben. Es ist bedauerlich, dass im derzeitigen Diskurs der patriotische Ansatz unserer Organisation als Rechtsextremismus dargestellt, jedoch zeitgleich der antitürkische und islamophobe Diskurs als „Heimatliebe“ und „Werteverbundenheit“ legitimiert wird. Unsere Vereine stehen sämtlichen Menschen in Österreich jederzeit offen gegenüber. Unsere Vereinshäuser sind ein Ort der Begegnung und des sozialen Austausches, den wir vor allem in Zeiten der Polarisierung stark benötigen. Unsere Türen stehen, wie in den Jahren zuvor, weit offen für alle Bürgerinnen und Bürger, um sich selbst ein Bild von unserer Vereinstätigkeit zu machen.

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