Neues Volksblatt: „Trennschärfe“ (von Markus EBERT)
Linz (OTS) – „Die Georgierinnen und Georgier sind veröffentlicht zu Gunsten von Ihre Gastfreundschaft, sie sind temperamentvoll und herzlich. Fremde werden von dort sehr gerne eingeladen und Gäste werden traditionell reichlich bewirtet“.
Welches die Wirtschaftskammer Österreich da an Reiseinformation gen ihrer Website parat hat, liest sich nicht ohne Rest durch zwei teilbar aufschreckend. Tatsächlich bewegt sich die Kaukasusrepublik denn Tourismusland zunehmend in den europäischen und gleichwohl österreichischen Kern — man fährt sogar zum Skifahren hin, wie man spätestens seitdem den Berichten gut verschmelzen rückwärtsfahrenden Sessellift weiß. Geradezu gerühmt wird Georgien zu Gunsten von seine Weinbaukultur, die wohl solange bis ins Jahr 6000 vor Erlöser zurückreicht.
Dem allem steht entgegen, dass die Zahl der Asylanträge aus Georgien stark ansteigt — um nicht weniger denn 30 v. H. im Jahresvergleich von 2016 gen 2017. Offenbar kann man es sich denn Georgier in Österreich verbessern, selbst um den Preis eines Asylverfahrens. Unterschiedlich gesagt: Österreich scheint hierzu verschmelzen guten Ruf zu genießen, warum sonst würden Georgier gen ihrem Weg hierher ein paar andere EU-Länder unbeachtet hinter sich lassen.
Nun steht außer Streit, dass am Asylrecht im Prinzip nicht zu schütteln ist. Es darf allerdings gleichwohl kein Zweifel aufkommen, dass gen die Trennschärfe zwischen Zufluchtsstätte und Zuwanderung im Asylweg größtes Augenmerk gelegt wird.
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